Zuwachs auf dem Ehmken Hoff nimmt Gestalt an

Ehrgeizige Handwerker bauen Stall auf

Das Gerippe eines Fachwerkhauses.
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Viele alte Eichenbalken konnten erhalten werden.

Dörverden – Das Fachwerkgerüst steht, auch der Dachstuhl ist bereits aufgesetzt. Der Aufbau des einstigen Schafstalls im Auftrag der H.F.-Wiebe-Stiftung auf dem Kulturgut Ehmken Hoff macht sichtbare Fortschritte und nimmt täglich mehr Gestalt an. „Um das Holzfachwerk aufzubauen, wurden vier Arbeitstage und ebenso viele Handwerker benötigt“, erzählt Thorsten Bartsch von der Firma Fach & Werk.

Eichenbalken des Gebäudes in Rohrsen aufwändig saniert

Zuvor hat das in Hilgermissen ansässige Unternehmen während der Wintermonate die Eichenbalken des baulichen Kleinods, das ursprünglich in Rohrsen stand, aufwändig saniert, repariert und teils auch erneuert, wobei das Ziel von Beginn an klar definiert war: „Wir haben uns möglichst exakt an den ursprünglichen Zustand gehalten und natürlich auch den Ehrgeiz, so viel wie nur möglich von der hölzernen Bausubstanz zu retten.“

Dem ursprünglichen Vorbild in hohem Maß verpflichtet, sei es gelungen, doch einen beachtlichen Teil der alten Balken zu retten und wiederzuverwenden. Bartsch: „Etliche Balken waren aber sehr marode und das Eichenholz so arg zerbröselt, dass es sehr aufwändig aufgearbeitet und teils vollkommen ausgetauscht werden musste. Die restaurationswürdigen Balken wurden sorgfältig gereinigt, ausgebessert und auch von den alten Nägeln befreit, die man dort im Laufe vieler Jahrzehnte hineingeschlagen hatte“, erzählt Bartsch.

Die „neuen“ Eichenbalken sind über 100 Jahre alt

Der Teil des Fachwerks, der besonders stark beschädigt war, sei durch neue Holzbalken ersetzt worden, die vom Querschnitt her aber exakt den alten gleichen würden. Hierfür hätten die Balken, die nicht mehr zu retten gewesen wären, noch gute Vorlagen für den Nachbau geliefert. Bartsch: „Die neuen Eichenbalken sind allerdings auch schon alt. Sie stammen aus einem Herrenhaus aus Sudweyhe und haben gut und gerne über 100 Jahre auf dem Buckel.“

Großteil des Giebels gesichert

Der Zimmermann erzählt weiter, dass vom Giebel erfreulicherweise beim Abbau ein Großteil des Eichenfachwerks mitsamt des mit Lehm verstrichenen Weidengeflechts gesichert werden konnte. „Den Giebel haben wir gerade heute komplett wieder aufgebaut und, zum Schutz von Weidengeflecht und Lehmputz, zusätzlich an beiden Seiten je einen Balken angebracht.“

Fertigstellung noch im Herbst

Nach Auskunft des Stiftungsvorsitzenden Dieter Sprei werden regionale Firmen zeitnah die einzelnen Gefache mit kleinformatigen Backsteinen ausmauern und das Dach mit Ziegeln eindecken, sodass mit der kompletten Fertiggestellung noch in diesem Herbst zu rechnen sei.

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