Ehemaliges Kasernengelände: Verwaltung prüft vorhandene Infrastruktur

Kanal und Straßen stehen in Barme verstärkt im Fokus

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Die seit 2003 ungenutzten Schächte sind völlig versandet

Dörverden - Der Dörverdener Bürgermeister Alexander von Seggern und Bauamtsleiter Jürgen Precht arbeiten mit Hochdruck an der Konversion des früheren Kasernengeländes in Barme. „2016 wollen wir richtig Gas geben. Das ist unser Ziel“, so der Bürgermeister. Zurzeit wird das Verfahren zur Aufstellung des Bebauungsplanes „Industriegebiet Barme“ und des Bebauungsplanes „Erweiterung Wildgehege Barme“ fortgeführt, das 2012 auf Eis gelegt worden war.

Im Februar hatte der Gemeinderat den erneuten Feststellungsbeschluss und – bei nur einer Stimmenenthaltung – die erforderlichen Ergänzungsbeschlüsse für die Maßnahme gefasst, die bei der Kreisbehörde inzwischen beantragt sind. „Die Verfahren mit den Planungsbüros laufen wieder. Die Unterlagen sind bereits überwiegend aktualisiert und die Arbeiten gehen zu unserer Zufriedenheit voran“, hieß es gestern beim Ortstermin, wo Bürgermeister und Bauamtsleiter über die nächsten Schritte informierten.

Schon fast fertig sind die Vorarbeiten durch das Ingenieurbüro Kleberg & Partner zur Umgestaltung der Oberflächenentwässerung im Zuge des Umbaus der alten Kaserne. Es geht hier um die Neuberechnung und -bewertung des rund zwei Kilometer langen Regenwasserkanalnetzes mit Vorlage eines Sanierungskonzeptes und Objektplanung für ein Regenwasserrückhaltebecken.

Precht erklärt: „Das Kanalnetz wurde vom Bund 1996 komplett saniert, ist aber inzwischen teils stark versandet und somit für künftige Entwässerungsaufgaben nicht geeignet. Wir hoffen, dass sich ein Teil der alten Schächte wieder herstellen beziehungsweise sanieren lässt. Die Verbindungen zwischen den einzelnen Schächten müssen außerdem neu gebaut werden. Nach Wiederherstellung der Schächte wird eine Kanalreinigungsfirma diese spülen und den Vorgang mit einer Kamera filmen, damit sich der Bauzustand besser beurteilen lässt“, so Precht.

Thema ist weiter das noch vorhandene Straßennetz auf dem Kasernengelände. „Ein Teil soll für die Erschließung des Geländes weiterverwendet werden. Die Straßen werden derzeit eingemessen und ihr Zustand erfasst. Versorgungsleitungen für Strom, Gas, Telekommunikation oder Internet müssen neu gelegt werden.“

Weiterer Gegenstand der Bauleitplanung ist ein 500 Meter langer, 20 Meter breiter und sechs Meter hoher Lärmschutzwall, der in Sichtachse zur Wohnbebauung an der B 215 überwiegend aus Abbruchmaterial der Kasernengebäude errichtet werden soll.

Die Vermarktung des über 40 Hektar großen Areals – die kritischen Flächen wurden komplett saniert und sind laut Gutachten schadstofffrei -– ist laut von Seggern zurzeit allerdings noch kein Thema. „Es gab lockere Gespräche, aber nichts Konkretes. Man kann kein Gebiet bewerben, für das es noch keinen Bebauungsplan gibt. Zunächst einmal wird die Bauleitplanung jetzt zügig voran gebracht.“

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