Finanzamt entzieht der in Schieflage geratenen Gruppe die Gemeinnützigkeit

Dörverdener Schulverein vor dem Aus

Arabella Stahmann fehlen wichtige Unterlagen, damit eine Mitgliederversammlung einberufen werden kann.
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Arabella Stahmann fehlen wichtige Unterlagen, damit eine Mitgliederversammlung einberufen werden kann.

Dörverden – Dem Schulverein der Grund- und Oberschule Dörverden hat das Finanzamt die Gemeinnützigkeit entzogen – damit ist nicht nur die Finanzierung, sondern auch sein Fortbestand bedroht, da etwa keine Spendenquittungen mehr ausgestellt werden können. Der Grund: Beim Finanzamt wurden bislang weder die erforderlichen Belege noch der angemahnte Jahresabschluss eingereicht. Und weil wichtige Unterlagen fehlen, konnte auch noch keine Jahreshauptversammlung stattfinden, was nach Aussage der zweiten Vorsitzenden Arabella Stahmann sämtliche Bemühungen für einen Erhalt beziehungsweise Neuausrichtung des Vereins zusätzlich erschwere.

„Keine schmutzige Wäsche waschen“

Über die näheren Gründe die überhaupt zur Schieflage des Schulvereins geführt haben, möchte Stahmann nicht ins Detail gehen: „Wir wollen keine schmutzige Wäsche waschen.“ Stattdessen hält sie lieber nach Interessierten Ausschau, die künftig ein Amt im Vorstand sowie die damit verbundenen Aufgaben übernehmen wollen. „Der Schulverein braucht einen Neubeginn. Es werden Menschen gesucht, die mit Elan und neuen Ideen entweder das Überleben des alten Vereins sichern oder vielleicht sogar einen neuen Schulverein gründen, damit den Schülern auch weiterhin schöne Erlebnisse ermöglicht werden“, so Stahmann.

Es sei schließlich schwer vorstellbar, dass es künftig kein Laternelaufen mehr für die Grundschüler geben solle, die finanzielle Beteiligung und personelle Unterstützung der beliebten Zirkusprojekte wegfalle und es keine Finanzspritzen mehr geben werde, die Aktivitäten wie Autorenlesungen, Bücher für die Schulbücherei oder Spiele für den Innen- und Außenbereich ermöglicht hätten „Ich möchte daher nur, dass es weitergeht wie auch immer“, so Stahmann.

„Der zeitliche Aufwand ist gering und durch die Verteilung der Aufgaben auf mehrere Schultern überschaubar“, setzt Stahmann in ihrem Bemühen um neue, engagierte Mitstreiter nach. Sie selbst wolle allerdings nicht mehr kandidieren, werde den neuen Vorstand aber nach Kräften unterstützen. „Ich will nicht, dass der Verein stirbt. Die Grund- und Oberschule brauchen einen Förderverein. Sonst kann einfach zu vieles nicht mehr stattfinden.“ Durch Aktionen wie Basare oder Kuchenverkauf seien in über 20 Jahren nicht unerhebliche Beträge zusammengekommen. Bis zum Jahresende 2017 habe der Verein über 55 000 Euro gespendet, die komplett den Schülern zugutegekommen wären.  nie

Der Schulzirkus ist eines der Vorzeigeprojekte, die der Schulverein finanziell unterstützt.

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