Dörverdener Jugendliche organisieren Treffen von Kindern mit Senioren

Neugier trifft Erfahrung

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Bei Gesellschaftsspielen lernen Jugendliche, Kinder und Senioren einander kennen.

Dörverden - Im Perfekta Pflegeheim „Mein Zuhause Dörverden“ gibt es einmal wöchentlich Besuch von Jugendlichen und Kindergartenkindern. Die Jugendgruppe „Full of Action“, eine Initiative des Jugendhilfeträgers JaZZ – Jugendaktionen zur Zukunft – hat sich diese Aktion ausgedacht, um Alt und Jung zusammenzubringen. Kindergartenkinder und Bewohner trennen Lebensjahrzehnte und es finden Begegnungen statt, wie sie heutzutage nicht mehr alltäglich sind.

Sie reichen mit ihren kleinen Händen kaum an die Griffe eines Rollstuhls. Und ganz alleine schaffen es weder die sechsjährige Anastasia noch die gleichaltrige Saskia, die Rollstühle zu schieben, auf die manche Bewohner der Pflegeeinrichtung angewiesen sind. Dass alte Menschen manchmal schlecht hören, nicht mehr so gut sehen und oft auch nicht mehr gut zu Fuß sind, das wissen sie schon, aber mit alten Menschen, die im Rollstuhl sitzen, hatten die Kinder bislang noch keinen Kontakt.

Das will die Jugendgruppe ändern und deswegen wird jetzt einmal in der Woche mit einer Gruppe von vier Kindern „Mein Zuhause Dörverden“ besucht. „Beim ersten Mal waren die Kinder noch eher zurückhaltend, aber neugierig, und haben vor allem viel geschaut“, erinnert sich eine Pflegerin. Beim zweiten Besuch am Mittwochnachmittag saßen die Kleinen schon viel entspannter inmitten der Bewohner, alten und oft kranken Menschen, und widmeten sich gemeinsam verschiedenen Gesellschaftsspielen.

„Ziel der von Jugendlichen initiierten Treffen ist es, Kindern und alten Menschen generationsübergreifende Begegnungen zu ermöglichen“, so Katharina Stahl vom JaZZ-Leitungsteam. Und es sei schon erkennbar, dass die Besuche sowohl Senioren als auch Kinder bereicherten. So werde an den Gesprächen und Bemerkungen der älteren Menschen deutlich, dass das Zusammensein mit den Kindern sie auch an die eigenen Kinder erinnert. Außerdem hätten Spiele, Geschichten erzählen oder kleine Bastelarbeiten auf die Bewohner eine therapeutische Wirkung, da sie sich mobilisierend auswirkten, während die Kindergartenkinder ganz nebenbei die menschlichen Veränderungen erfahren und lernen, mit alten Menschen umzugehen. Ein Projekt also, von dem alle Beteiligten profitieren.

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