Dörverdener DRK-Ortsverein: Bis Anfang 2015 muss ein neuer Vorstand her

Nach 50 Jahren erfolgreicher Arbeit droht jetzt das Aus

Für sie ist Anfang des nächsten Jahres wirklich Schluss. Bis dahin müssen Hans-Jürgen Zweibrock und Hans Haberstock unbedingt Nachfolger gefunden haben. Bisher waren ihre Bemühungen allerdings erfolglos.
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Für sie ist Anfang des nächsten Jahres wirklich Schluss. Bis dahin müssen Hans-Jürgen Zweibrock und Hans Haberstock unbedingt Nachfolger gefunden haben. Bisher waren ihre Bemühungen allerdings erfolglos.

Dörverden - Der DRK-Ortsverein Dörverden sucht händeringend nach einem neuen Führungsteam sowie nach Helfern, insbesondere für die Durchführung der vier Blutspendetermine pro Jahr. Das Problem ist nicht neu, aber langsam wird die Lage ernst.

Der Ortsverein blickt auf mehr als fünf Jahrzehnte erfolgreiche Arbeit zurück. Doch wenn sich weder eine neue Vorstandsriege noch neue, aktiv tätige Mitglieder finden, steht der Ortsverein vor dem Aus. Das jedenfalls befürchten der langjährige Vorsitzende, Hans Haberstock und sein Stellvertreter, Hans-Jürgen Zweibrock, die beide aus Gesundheits- beziehungsweise Altersgründen ihre Vorstandsaufgaben nicht fortsetzen werden. „Zur nächsten Jahreshauptversammlung Anfang 2015 ist definitiv Schluss“, sagt Haberstock, der das Amt bereits seit Anfang der 80er-Jahre inne hat, während sein Vize seit zwölf Jahren an vorderer Front mitmischt.

Seinen Rücktritt hat das Duo schon seit längerem angekündigt. Die Arbeit, so sagen beide übereinstimmend, habe ihnen stets viel Freude gemacht, aber jetzt sei aus den genannten Gründen Schluss. Natürlich haben sich beide Vorsitzende längst auf die Suche nach einer potenziellen Nachfolge gemacht – doch bislang leider erfolglos. „Die Resonanz auf unsere Bemühungen ist gleich Null“, bedauern beide, die sich deshalb erneut mit einem Hilferuf an die Dörverdener Bürger wenden.

„Immer mehr Aktive sind in den letzten Jahren aus dem DRK aus gesundheitlichen oder Altersgründen ausgeschieden. Um die erfolgreiche Arbeit zum Wohle der Allgemeinheit fortzusetzen, braucht es nun dringend aktive Unterstützung für die ehrenamtliche Vereinsarbeit. Wir suchen junge ebenso wie ältere Helfer, die gerne mit Menschen umgehen, und die bereit sind, sich rund um die Organisation der Blutspendetermine einzubringen.“ Haberstock und Zweibrock sagen, dass die Zeit drängt. „Die nächste Jahresversammlung ist im Februar 2015. Bis dahin müssen ein neuer Vorstand und Helfer gefunden sein. Sonst haben wir Sorge, dass der Ortsverein durch den Kreisverband abgewickelt wird.“

Doch noch wollen die amtierenden Vorsitzenden die Hoffnung nicht aufgeben. „Interessenten müssen nicht zwangsläufig bereits Mitglied im DRK sein“, erweitern sie schon mal den Kreis möglicher Amtsnachfolger, denen sie auch tatkräftige Unterstützung beim Einarbeiten in die Führungsaufgaben zusichern.

Für Haberstock und Zweibrock ist der Fortbestand des DRK Dörverden jedenfalls eine Herzensangelegenheit. „Die Arbeit hält sich wirklich in Grenzen. Vier, bis fünf Vorstandssitzungen, die Blutspendetermine und eine Mitgliederversammlung pro Jahr. Außerdem eine Seniorenveranstaltung und ein Helferausflug“, skizziert Haberstock das Arbeitsaufkommen. „Die Hoffnung stirbt zuletzt“, so das Fazit des Vorsitzenden und seines Stellvertreters, mit denen sich Interessierte unter den Rufnummern 04234/94123 und 04234/1713 in Verbindung setzen können.

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