Dörverdener Drachenteam bringt verschiedene Objekte in die Luft

Bunte Kunst hebt ab

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Mediengruppe Kreiszeitung

Dörverden - Warum sollte man eigentlich nur im Herbst Drachen steigen lassen? Wind weht schließlich das ganze Jahr. Die Freaks aus den Reihen des Dörverdener Drachenteams und der Nordlichter sind fast das ganze Jahr über aktiv, und wenn sie keine Drachen steigen lassen, werden immer neue Flugkörper konstruiert. Auch beim zweiten Drachenworkshop im Kultursaal der Gemeinde Dörverden.

„Früher hat man den starken Wind gebraucht, um die schweren Drachenkonstruktionen aus Holzlatten und Stoff überhaupt in die Luft zu bekommen“, erzählen Harm-Dierk Otte und Joachim Kruse vom Dörverdener Drachenteam. Heute indes gelte: Fliegt nicht, gibt‘s nicht. Denn ob eckige oder runde Formen oder Skywalker, das Dörverdener Team hat bislang noch (fast) alles in die Luft gebracht.

Die Drachen, die Otte, Kruse und Co. gen Himmel schicken, haben aber mit den Fliegern ihrer Kindheit nichts mehr gemein. Es sind mehr Kunstobjekte, denn es hebt fast alles ab, was an Formen und Figuren vorstellbar ist. Auch Pyramiden gehören dazu oder mehrere miteinander kombinierte Drachen. „Man muss für dieses Hobby schon ein wenig verrückt sein“, gibt Otte zu und am Besten, die ganze Familie macht gleich mit.

In den vergangenen Jahren haben Otte und Kruse bereits unzählige Drachen gebaut. Auch Mantadrachen, die im Workshop auf dem Plan standen. Mantadrachen sind stablose Drachen, die sich durch den einströmenden Wind entfalten und dadurch ihre Form bekommen. Eben die Form eines Riesenmantas, einer Unterart der Rochenfamilie.

Manta, so erzählen die Initiatoren, komme aus dem Spanischen und bedeute Decke. So sind es auch zwei Decken, die, kunstvoll gefertigt aus farbigem Spinnakermaterial, dem Drachen seine Grundform geben, an die ein langer Röhrenschwanz und daran ein weiterer Schweif aus farbigen Taschen angebracht werden kann.

Die Mantadrachen werden in verschiedenen Formen und Größen gebaut. Und weil eine große Konstruktion leicht aus über 300 Einzelteilen besteht, werden darin schon mal locker 500 Meter Seile verbaut, damit sie den inneren Aufbau und die Waage bilden, deren Seile den Drachen in den richtigen Winkel zum Wind stellen. „Wir danken der Gemeinde, die uns Drachenfreunde und unsere Aktivitäten unterstützt“, so Otte und Kruse.

Für März 2015 hat das Dörverdener Drachenteam im Mehrgenerationenhaus Westen bereits den nächsten Workshop geplant. Dann könnte der Mantaschwarm Marke Eigenbau über den Allerdeich schweben.

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