WSV Dörverden lässt den „Palm Beach“auferstehen / Neue Steganlage

Noch kein Paradies, aber auf dem besten Weg dorthin

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Die Vereinsmitglieder sind fleißig, an der nagelneuen Steganlage ändert sich fast täglich etwas.

Dörverden - „Es ist traumhaft“, sagt Anke Kettner, Kassenwartin des Wassersportvereins Dörverden. „Der WSV ist wieder da – und wie.“ Mit Freude blicken sie und ihre Wassersportfreunde auf den neuen Hafen und das zugegebenermaßen noch etwas kahle Vereinsgelände. Nachdem der Verein sein Domizil, den idyllischen „Palm Beach“, aufgrund des Kanalausbaus (wir berichteten) vorläufig hatte aufgeben müssen, haben intensive Bemühungen der Mitglieder jetzt dafür gesorgt, dass schon bald wieder die ersten Boote vor Anker gehen werden.

Wochen der harten Arbeit liegen hinter den Vereinsmitgliedern und ihrem Vorsitzenden Peter Schneider. Jeden Sonnabend standen Arbeitsdienste für alle auf dem Programm, die Männer errichteten die neue Steganlage. „Wir Frauen hatten die Aufgabe, unser Vereinsheim auf Vordermann zu bringen – mit Schürze, Schrubber und Putzlappen bewaffnet und mit einem fröhlichen Lied auf den Lippen.“ Auch Malerarbeiten wurden übernommen. „Wir sind zwischenzeitlich die reinsten Künstler für Kalk, Teer und große Flächen geworden, Hände, Arme und Kleidung inklusive“, scherzt Kettner, die gemeinsam mit Anke Schneider auch für ein reichhaltiges „Catering“ auf der Baustelle gesorgt hat. „Die Männer müssen ja schließlich was essen.“

Ständig sei einer aus dem Arbeitsteam im Baumarkt gewesen, weil eben immer noch etwas gefehlt habe, Schrauben oder ähnliches. „Die Wassersportler wurden“, so berichtet Kettner, „im Baumarkt schon mit Handschlag begrüßt“.

Der größte Teil ist mittlerweile erledigt, theoretisch kann bereits angelegt werden. Die Steganlage ist fertiggestellt, die Versorgungsleitungen wurden gelegt. Lediglich Restarbeiten stehen noch aus, auch heute wird am Weserufer wieder gewerkelt. Einen Termin für die offizielle Eröffnung gibt es noch nicht.

Der kleine Verein habe beim Wiederaufbau besonders aus finanziellen Gründen viele Kompromisse eingehen müssen. „Der Steg ist zunächst kleiner geraten als ursprünglich geplant, aber Dank einer großzügigen, überraschenden Spende eines Vereinsmitgliedes wird auch der letzte Steg noch in diesem Jahr angebaut.“

Die Vereinsmitglieder wollen jetzt in die Zukunft blicken. Kettner: „Von den vielen Tiefschlägen, die dem Vorstand, insbesondere unserem Vorsitzenden Peter Schneider, so manche Nachtruhe geraubt haben, wollen wir nun nicht mehr sprechen. Allen Widrigkeiten zum Trotz haben wir es geschafft. Wir haben gebettelt, sind ständig auf der Matte gestanden, haben uns immer wieder in Erinnerung gebracht. Es hat geholfen. Der WSV Dörverden ist zäh und die Mitglieder haben alle ein großes Durchhaltevermögen bewiesen. Und natürlich sind wir dankbar für die Unterstützung, die wir zum Beispiel von der Gemeinde Dörverden bekommen, aber auch in Form von Spenden von ortsansässigen Geschäftsleuten und von einem befreundeten Verein.“

Wer sich ein Bild vom neuen Hafen und den Arbeiten machen möchte: Michael Hans hat die Arbeitseinsätze mit der Kamera begleitet und die Bilder auf der Vereinsseite www.wsv-doerverden.de veröffentlicht.

rei

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