Ungewöhnliche Tierbegegnung

Husky Simba rettet Huhn Klara

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Husky Simba ist ganz verrückt nach „seinem“ Findelhuhn Klara. Gerhard Rauhut und Melanie Wiege freuen sich, dass es dem Federvieh mittlerweile besser geht.

Dörverden - Es ist eine schöne Geschichte, und Ende gut – alles gut, denn ein Huhn, das sich vermutlich mehrere Tage auf dem Abfallsammelplatz der Gemeinde Dörverden aufgehalten hat, konnte eingefangen und in Sicherheit gebracht werden. Inzwischen wohnt es bei Katharina Frambach und Gerhard Rauhut in Dörverden. Die liebevollen Tierschützer haben das Huhn Klara genannt.

Doch der Reihe nach: Dieter Wiege erspähte das Huhn beim Spaziergang in der Feldmark mit seinem Husky Simba. Das heißt, eigentlich hat Simba das Huhn entdeckt. „Der Hund war plötzlich weg und auf dem Ablageplatz verschwunden“, erzählt Wiege, der regelmäßig mit Simba „Im Bruch“ unterwegs ist. Also habe er das Gelände betreten und auch sogleich seinen Hund entdeckt, der sich über etwas Gefiedertes gebeugt habe. 

„Ich dachte zunächst, es sei ein Fasan, aber dann sah ich, dass dort ein Huhn hockte.“ Herrchen hatte schon die allergrößten Befürchtungen, vermutete eine Jagd auf das Tier. Aber genau das Gegenteil passierte: Der fünfjährige Rüde, der nach Aussage seines Besitzers kein Kostverächter ist, verhielt sich geradezu liebevoll. „Er hat das Huhn ausgiebig beschnüffelt und es abgeschleckt“, berichtet Wiege.

Klara blickt schon wieder ganz neugierig in die Welt.

Doch was weiter tun? Wiege beschloss, zunächst einmal den Heimweg anzutreten und das weitere Vorgehen mit seiner Frau Melanie zu besprechen. „Die rettet schließlich jede Maus“, schmunzelt er. Gesagt, getan. Melanie Wiege beschloss, das Huhn einzufangen, und organisierte die Unterbringung bei Frambach/Rauhut, von denen sie wusste, dass sie sich im Tierschutz engagieren und außerdem Hühner in ihrem Garten halten.

„Das offensichtlich gesundheitlich angeschlagene Huhn einzufangen war dann keine große Sache mehr“, berichtet Melanie Wiege. Sie brachte das Huhn zur Pflegestelle, wo Katharina Frambach es in Augenschein nahm und eine Erkältung vermutete. Daraufhin wurde das Tier – Frambach hatte es mittlerweile auf den Namen Klara getauft – mit Antibiotika behandelt. Nur wenige Tage später ist von Schwäche keine Spur mehr. Zwar wird Klara zurzeit noch separat von ihren Artgenossen gehalten, doch dank der Fürsorge der Zieheltern wird die Henne schon bald in das Gehege mit den Seidenhühnern umziehen. „Die sind kleiner als normale Hühner und die Gefahr, dass die Gruppe den Neuling mobbt, ist längst nicht so groß“, erklärt Rauhut.

Die Tierschützer sind gespannt, ob sich möglicherweise der Besitzer des Findelhuhns bei ihnen meldet. Falls nicht, dann wollen sie Klara behalten. „Zum Suppenhuhn wird sie nicht“, garantiert Rauhut. - nie

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