Haushaltsberatungen starten

Defizit im Haushalt: „Durchschreiten ein tiefes Tal“

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Kämmerer Günter Ebenthal und Bürgermeister Alexander von Seggern erläutern den Haushaltsplan-Entwurf 2018. 

Dörverden - Von Erika Wennhold. Bürgermeister Alexander von Seggern legt Wert auf Transparenz. Ein Haushaltsplanentwurf wird deshalb nicht nur in den Fachausschüssen und im Gemeinderat beraten. Von Seggern macht stattdessen allen Dörverdenern das Angebot, sich das Zahlenwerk für 2018 in einer öffentlichen Veranstaltung von ihm persönlich erklären zu lassen.

Damit nimmt er vorschnellen Kritikern ein wenig den Wind aus den Segeln, denn auch diesmal kann er keinen ausgeglichenen Haushalt präsentieren, aber eine Menge zu einem Defizit von 1.330.200 Euro sagen. „Wir durchschreiten ein tiefes Tal, weil wir ein Ziel verfolgen.“

Davon abgesehen muss es nicht bei dieser Summe bleiben. Fallen zum Beispiel die Gewerbesteuereinnahmen ebenso günstig wie im vergangenen Jahr aus, dann kann sich das Defizit noch deutlich verringern. Im Rathaus rechnet man inzwischen fest damit, dass das Haushaltsjahr 2017 (im Ergebnis stand im Haushaltsplan ein Minus von 667.000 Euro) mit einem positiven Ergebnis abschließt. Vorsichtige Schätzungen zu Beginn des Haushaltsjahres hatten sich am Ende ausgezahlt, aber auch die Kreisumlage in die Höhe schnellen lassen. Dörverden ist 2018 mit 4,25 Millionen Euro dabei. Deutliche Mehrkosten belasten den Haushalt auch, weil die Anschaffung geringfügiger Vermögensgegenstände erstmals in voller Höhe veranschlagt werden muss und nicht mehr Jahr für Jahr mit geringen Summen abgeschrieben werden kann. Der dazugehörige Posten erhöhte sich dadurch von 28.900 auf 256.900.

Erträge in Höhe von 12.397.800 Euro

Im Ergebnishaushalt des Planentwurfs für 2018 wird mit ordentlichen Erträgen in Höhe von 12.397.800 Euro und Aufwendungen in Höhe von 13.728.000 Euro gerechnet. Im Finanzhaushalt belaufen sich die Einzahlungen aus laufender Verwaltungstätigkeit auf 11.803 .600 Euro, demgegenüber stehen Auszahlungen in Höhe von 12.441.600 Euro. Die Einzahlungen für Investitionstätigkeit wurden auf 1.680.100, die Auszahlungen auf 2.756.800 Euro festgesetzt. Der Finanzierungstätigkeit stehen Einzahlungen in Höhe von 400.000 Euro und Auszahlungen in Höhe von 434.600 Euro gegenüber.

An der Steuerschraube zu drehen, das wollen Bürgermeister und Kämmerer den politischen Gremien aber nicht vorschlagen, zu negativ könnte sich das auf die Entwicklung des Gewerbe- und Industrieparks Barme auswirken. Zur Neuverschuldung soll es aber auch nicht kommen, im Gegenteil: Es wird am Schuldenabbau gearbeitet. Konsequentes Sparen hält der Bürgermeister ebenfalls für den falschen Weg: „Aber unsere Investitionen sind genau überlegt. Wenn es Fördermittel gibt, verbessern wir die Internetanbindung der Schulen.“ Ohne Alternative sei die Investition in die Breitbandversorgung. „Wir können keine Luftschlösser bauen, es gibt aber auch keinen Grund für ein Horrorszenario.“

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