Sie ist die älteste Gemeindebürgerin

Emma Turowski feiert 100. Geburtstag 

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Große Feierstunde mit vielen Gästen: (stehend von links) Reiner Sterna, Heinrich Bodenstab, Brunhilde Meyer (Tochter), Alexander von Seggern, sitzend in der Mitte Jubilarin Emma Turowski mit den Urenkelkindern (von links) Tim, Jule, Emma und Tobias. 

Dörverden – Ihren 100. Geburtstag feierte heute die Westenerin Emma Turowski im Kreisaltenheim „Am Hesterberg“ in Dörverden. Sie ist damit die älteste Einwohnerin der Gemeinde.

Entsprechend dem Anlass waren neben den Familienangehörigen auch zahlreiche Ehrengäste zum Gratulieren gekommen, wie Bürgermeister Alexander von Seggern, Ortsvorsteher Heinrich Bodenstab sowie Pastorin Corinna Schäfer. Daneben gratulierten auch Vertreter Vereine, in denen sie aktiv war. Auch ihre langjährigen Weggefährtinnen Irma Böhning und Elsa Riesenberg aus Hülsen waren gekommen. „Darüber hab ich mich sehr gefreut“, so die Jubilarin. Der neue stellvertretende Landrat Reiner Sterna sagte: „Ich freue mich, dass ich bei meinem ersten Auftritt als stellvertretender Landrat gleich einer 100-jährigen gratulieren darf.“

Geboren wurde Emma Turowski, geborene Schütek, auf der Flucht ihrer Eltern aus der Ukraine am 10. Januar 1919 in Reuthau (Schlesien). Die vierjährige Flucht endete 1921 in Munster.

Später fand die Familie in Hülsen eine Bleibe. Dort verbrachte Emma Turowski ihre Kinder- und Schulzeit. Nach der Schule machte sie eine Ausbildung zur Köchin und arbeitete später in verschiedenen Familien und Gaststätten, unter anderem auch im Gasthaus Waidmannsheil in Diensthop.

Im Juni 1944 heiratete sie Max Steinhäuser, der aber bereits nach einem halben Jahr im Krieg fiel. Im Jahre 1950 heiratete sie dann ihren 1986 verstorbenen Mann Adolf Turowski, der seinen Sohn Gerd aus erster Ehe mit in die Ehe brachte. Im gleichen Jahr wurde auch Tochter Brunhilde geboren.

Bis zur Geburt der Tochter arbeitete Emma Turowski bei der Norka, in Hülsen, später dann als Heimarbeiterin. Auch ihr Mann war bei der Norka beschäftigt. Außerdem verkaufte sie Produkte aus ihrem großen Garten, wie zum Beispiel Erdbeeren, Spargel sowie Eier von ihren Hühnern. 1974 wurde das in Westen gebaute Haus bezogen. Zur Familie gehören drei Enkel und fünf Urenkel.

Emma Turowski war immer sportlich. Als junge Frau spielte sie lange Jahre Handball beim SV Hülsen. Sie fuhr viel Fahrrad, mit dem sie fast alles erledigte. Außerdem war sie Mitglied in einem Kegelclub, in der Awo und im Roten Kreuz. Später war sie bis zum 90. Lebensjahr aktive Turnerin beim TSV Jahn Westen, dessen Ehrenmitglied sie ist. Als sie bei der Geburtstagsfeier ein Foto aus ihrer aktiven Turn-Zeit überreicht bekam, war die Jubilarin sichtlich gerührt.

Bis zum 99. Lebensjahr lebte sie noch alleine in ihrem Haus, wurde aber von ihrer Tochter Brunhilde betreut. Seit August lebt sie im Kreisaltenheim. Dort nimmt die geistig noch sehr rege Seniorin über das Radio am Weltgeschehen teil, da die Sehkraft zum Zeitunglesen oder Fernsehen leider nicht mehr ausreicht. Außerdem nimmt sie an den zahlreichen Angeboten, die das Haus bietet, teil, soweit es ihre Gesundheit zulässt.  kt

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