Bürgermeisterwahl im September

CDU und Grüne gehen mit von Seggern: „Für ein starkes Dörverden“

Fünf Männer stehen vor einem Fachwerkgebäude und blicken in die Kamera.
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Können gut miteinander und wollen auch zukünftig gemeinsam die Gemeinde Dörverden weiterentwickeln: Stefan Bormann und Adrian Mohr von der örtlichen CDU, Bürgermeister Alexander von Seggern, Walter Franzmeier und Jürgen Stahlke von den Grünen (v.l.)

Die CDU und die Grünen unterstützen bei der Bürgermeisterwahl am 12. September erneut Alexander von Seggern. Bei einem Pressegespräch im Garten des Kulturgutes Ehmken Hoff erklären die Dörverdener Politiker, warum sie überzeugt sind, mit dem Amtsinhaber den richtigen Mann in der richtigen Position zu haben, um die Gemeinde nach vorn zu bringen.

Pressegespräch im Garten des Kulturgutes Ehmken Hoff

Dörverden –Die Stimmung an diesem Sommerabend ist locker und entspannt. Wenn auch inhaltlich nicht immer einer Meinung, verstehen sich Walter Franzmeier und Jürgen Stahlke von den Grünen, Adrian Mohr und Stefan Bormann von der CDU immer noch so gut wie vor acht Jahren, als die Parteivorstände schon einmal zu einem ähnlichen Pressegespräch eingeladen hatten. Damals hatten sie Alexander von Seggern, zu dem Zeitpunkt noch Herausforderer der damaligen Amtsinhaberin Karin Meyer, im Garten der Pfeffermühle ihre Unterstützung zugesagt. Seitdem mag viel passiert sein, aber eins ist geblieben: das Vertrauen der Politiker in die Fähigkeiten des 45-jährigen Verwaltungsprofis.

CDU und Grüne: Vertrauen der Politiker in die Fähigkeiten des 45-jährigen Verwaltungsprofis

Es habe in den vergangenen Wochen mit beiden Fraktionen intensive Gespräche über Zielsetzungen gegeben, berichtet der seit 2014 amtierende parteilose Bürgermeister von Seggern. „Man folgt mir nicht blind, und das habe ich nicht erwartet. Es wurde kontrovers diskutiert, aber wir haben das gleiche Ziel: ein starkes Dörverden.“ Mit der CDU und den Grünen im Rücken fühle er sich „gut unterstützt und breit aufgestellt“ für die Wahl.

Mit beiden Fraktionen intensive Gespräche über Zielsetzungen

Die Zusammenarbeit zwischen Politik und Bürgermeister sei in den vergangenen Jahren „sach- und lösungsorientiert“ gewesen, sagt Stefan Bormann. Er erinnert daran, dass die kleine Gemeinde nur überschaubare Ressourcen zur Verfügung habe. Und doch habe von Seggern bewiesen, dass er in der Lage sei, die Gemeinde zukunftsorientiert auszurichten.

Gemeinde Dörverden stehen nur überschaubare Ressourcen zur Verfügung

Bormann ruft ins Gedächtnis, wie schwierig die Rahmenbedingungen für die erste Amtszeit des Bürgermeisters gewesen seien. „Erst die Flüchtlingssituation, dann die Pandemie, das waren erhebliche Belastungen, das bindet die Möglichkeiten einer kleinen Gemeinde massiv.“ Er betont aber auch, dass die CDU jetzt nach vorne schauen wolle: „Der Nebel hat sich verzogen, wir geben Vollgas.“ Adrian Mohr: „Wir haben richtig Bock, was zu machen, neue Ideen umzusetzen. Wir haben die Hoffnung, dass das mit Alexander gelingen kann.“

Gemeinde Dörverden: Erst die Flüchtlingssituation, dann die Pandemie, das waren erhebliche Belastungen

Auch bei den Grünen liegt der Fokus auf Weiterentwicklung. Der Status quo reiche nicht aus, sagt Walter Franzmeier: Die Gemeinde müsse sich den Herausforderungen stellen und sich an die Veränderungen der Zeit anpassen. Er nennt als Beispiele die Digitalisierung der Schulen, den Klimawandel, das Thema Wohnbebauung. „Was uns alle hier verbindet, ist, dass wir in einer lebenswerten Gemeinde leben wollen.“ Seit Corona habe sich bei den Bürgern ein gewisser Frust angestaut. „Ja, das Schwimmbad ist schon lange zu, es gab keine Veranstaltungen im Ehmken Hoff oder im Mehrgenerationenhaus.“ Aber von der pandemiebedingten Schließung einmal abgesehen: „Wir dürfen nicht vergessen: Wir haben das Schwimmbad, wir haben den Ehmken Hoff, wir haben das Mehrgenerationenhaus.“ Das sei schon ziemlich ordentlich für eine kleine Gemeinde. Außerdem seien der Schulstandort gesichert und die Betreuungsangebote für Kinder ausgeweitet worden. So zu tun, als hätte die Gemeinde nichts vorzuweisen, sei „an den Fakten vorbei“. Klar gebe es auch Projekte, deren Umsetzung man sich „gestern und vorgestern“ gewünscht hätte. „Aber wir brauchen einen langen Atem und dürfen nicht auf halber Strecke schlappmachen.“

Herausforderungen in Dörverden: Digitalisierung der Schulen, Klimawandel und das Thema Wohnbebauung

Mohr: „Wenn wir uns etwas vorwerfen müssen, dann vielleicht, dass wir das, was wir in den vergangenen Jahren erreicht haben, nicht genug herausgestellt haben.“ Sicher, Projekte wie das Feuerwehrgerätehaus Dörverden/Stedorf oder der Gewerbe- und Industriepark Barme seien nicht so weit, wie man sich das gewünscht hätte. „Aber wir haben so viel erreicht, wir hätten das wohl mutiger verkaufen müssen.“ Spontan nennt er den Beitritt zur Mittelweser Touristik, die Sportförderung, den Breitbandausbau. Und, ganz aktuell, die Aufnahme der Region Aller-Wölpe in das Dorfentwicklungsprogramm.

Beitritt Dörverdens zur Mittelweser Touristik, Ausbau von Sportförderung und Breitband

Die beiden Fraktionen betonen, dass sich die Ratsarbeit in Dörverden in den vergangenen Jahren sehr harmonisch entwickelt habe. Man sei nicht immer einer Meinung, man stimme durchaus auch gegeneinander (Mohr: „Mit Hingabe“), aber es herrsche ein guter Umgang. Mohr: „Dass das Klima im Rat heute so viel besser ist als früher, liegt an uns, – aber auch an dem, der vorne sitzt. Denn sein Umgangston und seine Fairness sind stilprägend.“

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