Deutsch für Flüchtlinge: Ehrenamtliche geben Kurse auf dem Ehmken Hoff

Alle treibt das gleiche Ziel an

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Hochkonzentriert geht es ab sofort immer freitags, 10 bis 12 Uhr, auf dem Kulturgut zu.

Dörverden - Sie kommen aus den unterschiedlichsten Ländern der Welt und haben entsprechend unterschiedliche Muttersprachen – aber sie alle verbindet der Wunsch, in Deutschland eine neue Heimat zu finden. Weil das aber kaum geht, ohne die deutsche Sprache zu beherrschen, helfen ihnen jetzt Ehrenamtliche beim Lernen. Zu einem neuen Kurs im Kulturgut Ehmken Hoff kamen heute, gleich zum ersten Treffen, zahlreiche wissbegierige Flüchtlinge.

„Ich bin in Deutschland, also möchte ich auch die Sprache lernen“, sagt einer der Teilnehmer, der gerade die Aussprache deutscher Wörter anhand von Buchstabenkarten übt. Andere lernen, Wörter richtig zu schreiben oder nach der Uhrzeit zu fragen. Gemeinsam ist ihnen alle das Ziel, die Sprache zu erlernen sowie das konzentrierte Arbeiten daran, was gestern im Ehmken Hoff zu beobachten war. 20 Flüchtlinge, die in Dörverden, Stedebergen und Westen leben, fanden sich zu ihrer ersten Deutschstunde auf dem Kulturgut Ehmken Hoff ein.

Der Sprachunterricht wird in erster Linie von pensionierten Lehrerinnen gegeben, die allesamt ehrenamtlich tätig sind. Für die Flüchtlinge ist der Unterricht kostenlos, denn die Ehrenamtlichen möchten ihnen einfach helfen, fern der Heimat zurechtzukommen und möglicherweise irgendwann auch einmal hier arbeiten zu können. Dazu ist die Sprache ein ganz wichtiger Schlüssel.

Initiiert wurde der Deutschunterricht vom Ehmken-Hoff-Verein im Einvernehmen mit der H.F-Wiebe-Stiftung. Zunächst sollen die Deutschstunden bis Ende August jeweils freitags, von 10 bis 12 Uhr, stattfinden. Natürlich ist darüber hinaus auch eine Fortsetzung geplant.

Ihre neuen Deutschkenntnisse können die Flüchtlinge dann zum Beispiel beim wöchentlichen Treff, immer mittwochs auf dem Kulturgut, anwenden und vertiefen. Bei diesen Treffen in lockerer Atmosphäre kommen sie mit Dörverdenern in Kontakt, werden in Gespräche eingebunden und beteiligen sich an Spielerunden. Ähnlich ist es auch beim Willkommenscafé der Kirchengemeinde und bei vielen anderen Aktionen in den einzelnen Ortschaften, bei denen die Integration der Flüchtlinge gefördert werden soll.

em

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