Weisheiten zum Weglachen

Comedian Don Clarke gewinnt in Dörverden viele neue Fans

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Don Clarke kam mit seinen Markenzeichen, dem Bauch und dem britischen Humor, gut an.

Dörverden - Weisheiten zum Weglachen, komische Alltagsbegebenheiten und die schwergewichtige Bühnenpräsenz des Künstlers sorgten dafür, dass sich das Publikum beim Comedy-Abend „sexundsechzig“ mit Don Clarke auf dem Kulturgut Ehmken Hoff köstlich amüsierte.

Clarke zeigte sich in Hochform und punktete gleich zu Beginn mit erstaunlichen Kenntnissen über die örtliche Gastronomie und Dörverdener Gepflogenheiten. Der Mann hatte sich schließlich informiert und sorgte damit für Lachsalven, sodass sich die Gäste schon nach wenigen Minuten die Bäuche hielten.

Kaum auf der Bühne, hatte Clarke auch schon einen super Draht zum Publikum. Der Mann aus Manchester, der seit über 30 Jahren in Deutschland lebt, ist ein Vollblutkomiker. Und so wie er über Alters-Wehwehchen, Beziehungsterror, Lust und Frust oder sein Übergewicht mit reichlich Selbstironie schwadronierte, kann man sich gut vorstellen, wie er deutschlandweit schon hunderte Bühnen erobert hat: herrlich britisch trocken und ziemlich überdreht.

„Wenn Du abnehmen willst, musst Du erst mal zunehmen!“

Und Clarke gab auch in Dörverden alles. Er schwitzte, ließ sich ein Handtuch bringen und wunderte sich noch nach Jahrzehnten in Deutschland über die Eigenheiten der deutschen Sprache. So seien für Briten beispielsweise die Buchstabenfolgen „ie“ und „ei“ kaum auseinanderzuhalten. Grundsätzlich kein Problem, wenn man nicht, wie unlängst Clarke, einem Schützenverein beitreten und dort schießen möchte.

Detailgetreu schilderte er etliche solcher Geschichten, die wie aus dem Leben gegriffen schienen und dem Publikum die (Lach-)Tränen in die Augen trieben. Immer wieder strich er sich dabei über den respektablen Bauch, schob ihn geradezu provozierend vor sich her. „Wenn Du abnehmen willst, musst Du erst mal zunehmen! Das lief bei mir so gut, dass ich ein paar Mal verdoppelt habe. Um trotzdem nicht ganz untätig zu sein, betreibe ich wieder Sport: Ritter Sport.“ Dabei blickte er spitzbübisch lächelnd ins Publikum und sagte, dass er sich selber genau so witzig findet.

Von gescheiterten Liebesavancen und körperlichen Absonderlichkeiten

Er erzählte von den drei Schwangerschaften seiner (vermutlich ehemaligen) Gefährtin, von gescheiterten Liebesavancen, diversen körperlichen Absonderlichkeiten und immer wieder von den Unterschieden zwischen seinen Landsleuten und den Deutschen. „Wir Engländer feiern gern und zeigen das auch“, sagte er. „Wenn wir einmal ein Wochenende nichts zu feiern haben, feiern wir halt das.“

Er erzählte auch von seinem Opa, der Zauberer auf der Titanic gewesen sei, von seinem Vater, einem „Radio-Stripper“ und von seiner Oma, einer tollen Frau, die inzwischen aber verstorben sei. „Dass sie nicht mehr unter uns weilt, ist natürlich Quatsch. Natürlich weilt sie unter uns. Ich habe das Loch doch gesehen.“

Ja, auch unter die Gürtellinie ging es einige Male, aber geschickt verpackt. So berichtete er von einem Gespräch, bei dem wieder einmal eine deutsche Redwendung für Missverständnisse sorgte: „Dass das Bügeleisen der Frau im Arsch ist, hat mich irritiert. Eine Taschenlampe könnte ich noch verstehen.“

Die Stimmung auf dem Kulturgut hätte jedenfalls kaum ausgelassener sein können. Stille Momente gab es höchstens in der Pause. - nie

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