Center in Dörverden rechnet bis Jahresende mit bis zu 44000 Gästen

Die Wölfe sind beliebt

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Freuen sich über zunehmendes Interesse an ihrer Arbeit: Christina und Frank Fass.

Dörverden - Die mittlerweile sechste Saison ist nahezu geschafft und abermals haben sich die Besucherzahlen im Wolfcenter in Dörverden-Barme erhöht. „Im ersten Jahr haben wir rund 23000 Besucher gezählt, aktuell sind wir bei 32000 angelangt und wir sind optimistisch, bis zum Jahresende um die 44000 Besucher zu erreichen“, berichten Christina und Frank Fass im Gespräch mit unserer Zeitung.

Doch nicht nur Publikum, sondern auch neue Tierarten zog es in das Wolfcenter in Barme. So 15 Präriehunde, die längst zu den Lieblingen der Besucher avanciert sind. Außerdem ist auf dem Parkgelände inzwischen das zweite Baumhaushotel in Betrieb.

Das Center beherbergt zwölf Wölfe – zehn europäische Grau- und die zwei Hudson-Bay-Jungwölfe Dala und Kimo – sowie die Tschechoslowakischen Wolfshunde Ajuna und Wölfi, Herdenschutzhund Cleo. Außerdem gibt es vier Schafe und einen Streichelzoo mit Ziege und allerlei Kleingetier.

Der Erfolg der Anlage kommt nicht von ungefähr. „Es steckt neben viel Arbeit vor allem viel Herzblut dahinter. Wir haben zudem ein ausgezeichnetes Team von verlässlichen und kompetenten Mitarbeitern“, erklärt Fass.

Er nennt aber noch weitere Gründe für wachsenden Besucherandrang und Bekanntheitsgrad. „Man muss in vielen Bereichen tätig und rührig sein, sich vielseitig engagieren und positionieren und sicher auch Rückschläge einstecken können“, verdeutlicht er. Fass ist zum Thema Wolf als Referent und Berater gefragt und entsprechend viel unterwegs. Immer mehr sei das Center in den Bereichen Umweltbildung und Information gefragt, fungiere als Botschafter zwischen Mensch, Tier und Umwelt. „Wir sprechen gezielt die Bevölkerung an, um sie für die Belange von Natur- und Umweltschutz zu sensibilisieren.“

Herzblut für das Center und die Leidenschaft für Wölfe sind die eine Sache. Die andere ist das Händchen der Betreiber fürs Geschäft. Die Einrichtung muss ohne öffentliche Fördergelder auskommen und wird folglich als Wirtschaftsunternehmen geführt. „Wir haben hier viel gelernt und uns sicher auch die eine oder andere Beule geholt“, so Fass.

Viel Nerven kosteten der nicht endende „Behördenkram“, die vielen Anträge und die Papierflut, die schon belastend seien. Da ist es umso wichtiger, dass Fass von der Verwaltung und der Politik wenigstens ideelle Unterstützung erfährt. „Und das ist der Fall“, bestätigt er, und lobt insbesondere das gute Miteinander zwischen dem Center und der Gemeinde Dörverden, vertreten durch Bürgermeister Alexander von Seggern.

„Die Zusammenarbeit mit den Beteiligten war von Beginn an gut. Das hat es uns leicht gemacht, hier Fuß zu fassen“, erklärt auch Christina Fass. Sie erinnert sich noch gerne an die Anfänge, als sie und ihr Mann die Standortfrage diskutiert hätten.

Damit das Wolfcenter nichts von seiner Attraktivität verliert, werden neue Investitionen allerdings unausweichlich sein. Das wissen die Betreiber, die daher bereits mit Ungeduld auf den Abschluss des Bauleitverfahrens warten, um dann zügig die Anlage eines naturnahen Geheges für Dala und Kimo zu verwirklichen. „Wir haben noch viele Ideen im Kopf, wohl wissend, dass wir längst nicht alle umsetzen können. Aber wir haben inzwischen gelernt, dass Ideen Zeit brauchen und das Ungeduld nichts nützt.“

Mit Spannung erwarten die Betreiber das 2. Internationale Wolfssymposium am 13. November. Für das Thema „Herdenschutz“ konnte Fass renommierte Referenten gewinnen. Ziel der eintägigen Veranstaltung mit bis zu 160 Teilnehmern ist der Erfahrungsaustausch über freilebende Wölfe sowie die damit verbundenen Schutzmaßnahmen für Herden. Zu hören sind auch Berichte aus dem europäischen Umfeld. „Die Teilnehmer erwartet ein ebenso informativer wie spannender Tag“, ist sich Gastgeber Frank Fass sicher.

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