Mattfeldt gewinnt vor Harjes / Sozialdemokraten bei Zweitstimmen deutlich vorn / Grüne legen zu

CDU verliert erdrutschartig, SPD stoppt Abwärtstrend

Die Kapelle in Stedebergen war ein Wahllokal.
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Ungewöhnliches Ambiente für ein Wahllokal: In Stedebergen teilten Klaus Kiesewetter, Christoph Ziems und Jens Gliessmann (v.l.) die Wahlscheine in der Kapelle aus.

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Dörverden – Deutliche Verluste bei der CDU, nach Jahren wieder Gewinne bei der SPD und die Grünen sammelten ebenfalls fleißig Stimmen, so der Verlauf der Bundestagswahl in der Gemeinde Dörverden. Auch die FDP machte weiter Boden gut.

CDU Dörverden: „Klar, wir haben uns mehr erhofft“

CDU Fraktionschef Adrian Mohr machte aus seiner Enttäuschung keinerlei Hehl. Konnte er vor zwei Wochen noch das Kommunalwahlergebnis feiern, ließ seine Partei nun deutlich Federn. „Klar, haben wir uns mehr erhofft, aber das war der Bundestrend“, suchte er nach einer Erklärung. Die Zahlen sprechen für sich: Andreas Mattfeldt holte für die CDU zwar mit 1828 Stimmen oder 36,6 Prozent den Löwenanteil bei den Erststimmen. Allerdings waren es vor vier Jahren über 300 Stimmen mehr. Erdrutschartig ging es sogar für die CDU bei den Zweitstimmen in den Keller, von 35,5 auf nur noch 24,8 Prozent. „Das ist natürlich ein harter Schlag und sehr unbefriedigend“, so Mohr.

SPD Dörverden freut sich über „Achtungserfolg“

In den Reihen der SPD freute sich Fraktionschef Jens Künzler über einen „Achtungserfolg“. „Michael Harjes hat als Neuling einen guten Wahlkampf gemacht, war hier bei uns präsent.“ Künzler sah nach drei Bundestagswahlen in Folge mit wiederholten Verlusten den Negativtrend gestoppt. Harjes konnte sich über 1632 Stimmen und damit 32,7 Prozent freuen. Noch sehr viel eindrucksvoller das Ergebnis bei den Zweitstimmen. 1736 Wählerinnen und Wähler machten ihr Kreuz bei der SPD und bescherten der Partei damit 34,5 Prozent der gültigen Stimmen, ein Zuwachs von sieben Prozent gegenüber 2017 und damit sogar fast zehn Prozent vor der CDU. „Den Schwung nehmen wir mit in unsere Arbeit in der Gemeinde“, so Künzler.

Andreas Mattfeldt vor Michael Harjes

Bei den Grünen gab Kandidatin Lea Gumnior bei ihrem ersten Auftritt richtig Gas. „Eine hoffnungsvolle, junge Kandidatin, die einen sehr guten Wahlkampf geführt hat“, freute sich Walter Franzmeier, Gruppenvorsitzender der Dörverdener Grünen . „Nicht nur ihr Anteil an den Erststimmen, auch die vielen Zweitstimmen belegen, dass in der Gemeinde grüne Politik erfolgreich ist.“ Lena Gumnior bekam 539 Stimmen (11 Prozent). 606 Wählerinnen und Wähler gaben den Grünen die Zweitstimme (12 Prozent).

Grüne in Dörverden stark

Deutlich mehr Stimmen als vor vier Jahren holte Gero Hocker für die FDP. 463 Erststimmen (9,3 Prozent) verbuchte der Liberale. Bei den Zweitstimmen kam die FDP auf 459 Wähler (9 Prozent).

Ohne eigenen Kandidaten trat die AfD an, holte allerdings 526 Zweitstimmen (10 Prozent). Der Linke-Kandidat mit Mizgin Ciftci kam auf 208 Stimmen (4,2), Dominique Paetz, Freie Wähler, auf 202 Stimmen (4 Prozent).

6816 Wählerinnen und Wähler durften zu den Urnen, 5082 stimmten ab. Die Wahlbeteiligung lag bei 74,6 Prozent (2017: 76 Prozent).

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