CDU-Umfrage: 573 Rückläufer, 544 sind für einen dritten Allerübergang

Mohr: „Verkehrspraxis hält sich nicht ans Gutachten“

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Laut Umfrage rechnen viele Bürger damit, dass das Verkehrsaufkommen auf der B215 und der Nordbrücke nach der Freigabe jetzt wieder deutlich ansteigen wird.

Dörverden - Eine weitere Brücke – braucht es die überhaupt? Die CDU Dörverden stellt jetzt die ersten Ergebnisse ihrer Umfrage zur Notwendigkeit eines dritten Allerübergangs vor. 4000 Haushalte in der Gemeinde Dörverden waren angeschrieben worden, 573 Bögen sind ausgefüllt an die CDU zurückgeschickt worden. 544 der Teilnehmer halten demnach eine weitere Brücke über die Aller für sinnvoll. Adrian Mohr zeigte sich begeistert von der Resonanz: „Der Rücklauf liegt weit über unseren Erwartungen“, so der Vorsitzende der Ratsfraktion.

Der Rücklauf von knapp 15 Prozent sei für eine Umfrage mittels Hauswurfsendung ein „außergewöhnlich hoher Wert“. Das belege „die hohe Relevanz des Themas für die Menschen in unserer Gemeinde“. Mehrere Leserbriefe dazu in der Lokalpresse hätten sich auf der Zielgeraden des Umfragezeitraums positiv auf die Zahl der Rückläufer ausgewirkt und der CDU „über die 500 geholfen”.

Auf die Eingangsfrage „Halten Sie generell einen weiteren Allerübergang für sinnvoll?” hätten 544 mit „Ja“ geantwortet, 95 Prozent. „Angesichts des starken Rücklaufs kann dieser sensationell hohe Wert als repräsentativ für die ganze Gemeinde Dörverden angenommen werden“, findet Adrian Mohr.

Insgesamt fänden 89 Prozent die Idee „Allerbrücke neben Bahnbrücke Wahnebergen” gut und nur sechs Prozent lehnten diese Idee komplett ab (fünf seien unentschieden). Auch im Gebiet Bergendörfer und Barnstedt (insgesamt 97 Rückläufer) sei die Zustimmung mit zirka 84 Prozent hoch. In den Bereichen Barme und Diensthop sowie Westen und Hülsen könnten sich jeweils deutlich über 90 Prozent der Bürger mit dieser Idee anfreunden. Mohr: „Der Rückhalt für diesen Vorschlag ist so groß, dass wir diese Idee als bestmögliche Lösung sicher weiterverfolgen sollten.“

Zur vom Landkreis in Auftrag gegebenen Verkehrsuntersuchung hatte die CDU gefragt, ob die Bürger davon ausgehen, dass das Verkehrsaufkommen auf der B215 und der Nordbrücke nach deren vollständiger Verkehrsfreigabe wieder deutlich ansteigen wird: Mehr als 90 Prozent seien dieser Ansicht gewesen. „Vielleicht regt dieses klare Ergebnis die Verantwortlichen doch noch mal zum Nachdenken an, ob die Eintags-Messergebnisse aus November 2014 wirklich aussagefähig sind“, so Mohr. „Die ersten Tage nach der zweispurigen Freigabe zeigen auch, dass sich die Verkehrspraxis leider nicht ans Gutachten hält.“

Laut Mohr erwarten 90 Prozent der Umfrageteilnehmer, dass die Gemeinde Dörverden, die Stadt Verden und auch der Landkreis das Millionenprojekt gemeinsam stemmen.

Auf mehr als 100 Rückläufern seien weitere schriftliche Hinweise zum Thema gekommen. „Die Vielzahl und auch der Umfang der Freitexte zeigen, wie intensiv sich viele Mitbürger mit der Sache befasst haben“, findet Mohr. Diese Anregungen seien noch weiter auszuwerten, was zeitintensiv sei.

Die CDU werde nun „zügig aber auch gewissenhaft“ daran arbeiten, dieses „klare Votum der Bürger“ auf verschiedenen Ebenen in konkrete Vorschläge und Anträge aufzuarbeiten.

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