Elf Sitze im Gemeinderat

CDU in Dörverden mit Abstand an der Spitze

Einzelbewerber Udo Weckmann bekam 659 Kreuzchen. Ob der Himmel im Spiel war?
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Einzelbewerber Udo Weckmann bekam 659 Kreuzchen. Ob der Himmel im Spiel war?

Die CDU lag bei der Kommunalwahl in Dörverden deutlich vorn. Elf Sitze holte die Partei, einen mehr als vor fünf Jahren. Für die absolute Mehrheit reichte es aber nicht. Verluste musste erneut die SPD wegstecken. Ein Einzelkandidat gab zudem richtig Gas.

Die bei weitem stärkste Kraft im Kommunalparlament, den Kandidaten für das Bürgermeisteramt erfolgreich unterstützt, die CDU bleibt in Dörverden weiterhin stärkste Kraft, baute mit nun elf Sitzen (plus eins) im Rat die Zahl ihrer Vertreter sogar weiter aus, Fraktionsvorsitzender Adrian Mohr zeigt sich mit dem Verlauf der Wahl hochzufrieden: „Es ist gut für uns gelaufen“, so sein Resümee. Mohr selbst holte mit 1 033 Stimmen unter allen Bewerbern das bei weitem beste Ergebnis auf Gemeindeebene.

CDU Dörverden holt 5764 Stimmen

War der Fraktionschef zunächst froh, in Alexander von Seggern seinen Favoriten als Verwaltungschef für weitere fünf Jahre im Amt zu halten, guckte Mohr dann auf das Ergebnis seiner Partei: 44,8 Prozent, das sind insgesamt 5 754 Stimmen der Wählerinnen und Wähler. Zwar büßte die CDU etwas mehr als zwei Prozentpunkte ein, legte angesichts der höheren Wahlbeteiligung dennoch gegenüber 2016 um circa 100 Stimmen zu. „Dass wir erneut einen Sitz dazu gewinnen, damit war nicht unbedingt zu rechnen“, so Mohr. Zur absoluten Mehrheit reichte es in dem künftigen bunt gemischten Rat zwar nicht, aber eine Gruppenvereinbarung schloss Mohr aus. Der Fraktionschef signalisierte Gesprächsbereitschaft mit allen demokratischen Vertretern. „Gemeinsam erfolgreich oder gar nicht, das wird unser Weg sein“, so Mohr. Eine klare Äußerung gab es allerdings in Richtung rechtem Rand: „Da wird es keine Kontakte geben“, betonte Mohr.

CDU Dörverden: „Gemeinsam erfolgreich oder gar nicht, das wird unser Weg sein.“

Katerstimmung herrschte bei der SPD. Aus seiner Enttäuschung über den Wahlausgang machte Fraktionschef Jens Künzler keinerlei Hehl: „Wir haben deutlich mehr Zuspruch erwartet.“ Die Idee, mit einem eigenen Bürgermeister-Kandidaten zusätzlich Stimmen zu ziehen, blieb ohne Erfolg. „Das hat die Wähler nicht überzeugt“, gab Künzler zu. Die SPD fiel von 29 auf 27 Prozentpunkte, holte nur 3458 Stimmen (2016: 3521)  und verlor einen Sitz. „Wir werden konstruktiv die anstehenden Projekte begleiten, zumal es nach wie vor keine absolute Mehrheit im Rat gibt“, sagte Künzler. Eine Zusammenarbeit mit der AfD schloss auch Künzler kategorisch aus.

Katerstimmung herrschte bei der SPD in Dörverden

Von einem erfolgreichen Wahlabend sprachen die Verantwortlichen der Grünen. Mit 11,7 Prozent sprangen sie erstmals deutlich über die Zehn-Prozent-Hürde. „1 500 Stimmen, das ist sehr beachtlich“, so Walter Franzmeier. Ein gewisses Maß an Enttäuschung konnte der Gruppensprecher der Grünen allerdings nicht verhehlen. Er selbst verpasste den Sprung in den Rat: „Damit habe ich nicht gerechnet“, gab er offen zu. „Andererseits freut es mich, dass eine junge Vertreterin nun für die Grünen im Rat sitzt, und mit ihr zwei weitere erfahrene Köpfe.“

Grüne in Dörverden mit Stimmzuwachs

Da, wo Personen normalerweise gemeinsam Stimmen für ihre Partei sammelten, trat Udo Weckmann als Einzelbewerber an – und sahnte kräftig ab. 659 Stimmen oder 5,1 Prozentpunkte, zog der Dörverdener und fuhr nach Adrian Mohr (1033 Stimmen) gemeindeweit das zweitbeste Ergebnis ein. „Ich hatte schon mit einem guten Ergebnis gerechnet, aber ob es für den Einzug in den Rat reichen würde, da war ich mir im Vorfeld nicht sicher“, sagte Weckmann. Es hat gereicht. Weckmann wird künftig im Plenum sitzen und hat klare Vorstellungen von dem, was er mit bewegen will. „Wir brauchen mehr Bauland und eine zügige Entwicklung des Gewerbesgebietes, um so eine Basis für einen stabilen Haushalt zu schaffen“, so Weckmann. Er sprach sich, wo möglich, für deutlich schnellere Entscheidungen auf Verwaltungsebene aus. „Da bin ich an der Seite aller Parteien, mit Ausnahme der AfD“, erklärte das künftige Ratsmitglied.

Dörverden: Udo Weckmann holt als Einzelkandidat 659 Stimmen
und 5,1 Prozentpunkte

Mit insgesamt sieben Parteien, Gruppierungen und Einzelvertretern wird es abwechslungsreich im neuen, 24 Köpfe zählenden Gemeinderat. Platz nehmen werden dort weiterhin die Linke und die UWDuD mit einem Sitz. Beide Parteien mussten leichte Verluste hinnehmen. Im Rat vertreten ist auch die AfD mit einem Sitz.

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Die Wahlbeteiligung lag in der Gemeinde Dörverden vergleichsweise hoch: 61,3 Prozent der Wahlberechtigten machten ihre Kreuze. 2016 waren es 57 Prozent.

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