Corona-Auflagen machen Betrieb schwierig / Hoffnung auf Entspannung der Lage

Dörverdener Camping-Gaststätte schließt vorübergehend

Ein Mann und eine Frau, beide lächeln, stehen hinter einem Tresen.
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Trotz aller Probleme ist Monika Brügge und Uwe Schünemann das Lachen nicht vergangen.

Die Gaststätte „Zum Landwehrsee“ in Stedebergen ist seit April 2021 eine zunehmend auch bei auswärtigen Gästen beliebte Quelle für preiswerte Gerichte. Jetzt müssen die Gäste auf die Kochkünste von Monika Brügge und ihrem Partner Uwe Schünemann verzichten, da die Gaststätte mit dem kleinen Saal und dem schönen Biergarten wegen den der Pandemie geschuldeten gesetzlichen Bestimmungen vorübergehend schließt.

Stedebergen – Doch es gibt Hoffnung und die Wirtin verspricht: „Sobald sich die Lage entspannt, werden wir sofort wieder öffnen.“ Die Corona-Pandemie macht Monika Brügge und Uwe Schünemann schon seit Beginn ihrer gastronomischen Selbstständigkeit schwer zu schaffen. „Bei Übernahme der Gaststätte war nur ein Außer-Haus-Geschäft möglich. Als wir endlich wieder öffnen durften, lief der Betrieb gut an und wir konnten in relativ kurzer Zeit einen stabilen Kundenstamm bilden“, erzählt Monika Brügge. Und jetzt? „Wenn wir alle Auflagen erfüllen, lohnt sich der Betrieb zurzeit nicht mehr, da für uns nur eine 70-prozentige Auslastung infrage käme und die bedeutet, dass wir maximal 25 Personen gleichzeitig bewirten dürfen. Und weil wir niemanden ausgrenzen wollen, machen wir lieber zu“, erklärt sie.

Wer hat schon Lust, sich fürs Auswärtsessen aufwendig testen zu lassen?

Monika Brügge

Von sich aus auf 2G plus zu setzen, auch das hätten sie und ihr Partner diskutiert, es dann aber für ihre Gaststätte als nicht durchführbar gehalten. „Wer hat schon Lust, sich fürs Auswärtsessen aufwendig testen zu lassen?“ Und letztlich sei es ihnen auch wichtiger, die Stammgäste zu schützen, von denen die Gaststätte hauptsächlich lebe.

Betreiber halten an ihrem Optimusmus fest

Brügge betont, dass sie und ihr Partner Befürworter der Corona-Regeln seien und dass sie diese auch stets befolgt hätten. Doch wenn sie die Bilder der Uneinsichtigen sehe, die sich etwa bei den sogenannten Spaziergängen weder um Maskenpflicht noch um die Einhaltung von Abständen scherten, dann kämen ihr zuweilen schon Zweifel an den strengen Auflagen, die die Gastronomie zu befolgen habe. „Wir hatten so viel vor, wollten sogar zu Weihnachten öffnen, damit niemand einsam und alleine feiern musste. Auch Silvester hatten wir eine größere Veranstaltung geplant, von den Anfragen von Gruppen nach Kohlessen oder Familienfeiern ganz zu schweigen. Alles Vorhaben, die wir wegen der geringen Personenzahl abschreiben müssen“, so Brügge.

Doch den Kopf in den Sand stecken wollen die beiden nicht. „Das ist nicht unser Ding“, sagt Brügge und dass sie den kommenden Herausforderungen lieber mit Optimismus entgegenblicken. Sie handelten nach der Devise, dass die Hoffnung zuletzt sterbe und vertrauten darauf, dass es im kommenden Jahr wieder einen Aufwärtsschub gibt.

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