Kulturgut-Aktionsgruppe sucht Mitstreiter

Bürger engagieren sich für das Blütenmeer

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Die Mitglieder der Aktionsgruppe haben immer etwas zu tun, hier bei einem Arbeitseinsatz im April.

Dörverden - Zum Kulturgut Ehmken Hoff in Dörverden gehört auch ein Bauerngarten mit Stauden, Rosen und Buchsbaumhecken sowie eine Streuobstwiese mit Apfelbäumen. Aufgrund der anhaltenden Kälte erwacht die Pracht in diesem Jahr aber nur langsam aus dem Winterschlaf.

Das Außengelände des Kulturgutes bietet vieles, was zu einem klassischen Bauerngarten dazugehört: Wegkreuz, Rosenbogen, Buchsbaumeinfassungen und einen bunten Mix von Nutz- und Zierpflanzen. Dazu Sitzgelegenheiten, mit denen der Besucher je nach Gusto ein sonniges oder schattiges Plätzchen findet. „Im Sommer entsteht hier ein kunterbuntes Blütenmeer“, erzählt Friederike Wessel, die Sprecherin der Aktionsgruppe „Garten & Glück“, die sich ehrenamtlich um die Gartenpflege kümmert.

Zweiter Garten wird im kommenden Jahr angelegt

Die Aktionsgruppe möchte sich gerne für weitere an der Gartenarbeit interessierte Menschen öffnen, die Pflegearbeiten möglichst eigenständig ehrenamtlich übernehmen wollen. Denn der großzügig angelegte Garten sei während der Vegetationsphase nicht nur schön anzusehen, sondern beschere auch stets eine Menge Arbeit. „Gartenliebhaber, die uns bei der Pflege unterstützen, sind daher sehr willkommen“, so Wessel. Sie fände es gut, die Pflegearbeiten auf noch mehr Schultern zu verteilen, außerdem sei bereits die Anlage eines zweiten Gartens beschlossene Sache.

Giersch gehört zu den Ärgernissen im Bauerngarten. Friederike Wessel zupft schnell ein paar Halme heraus.

Wessel: „Im kommenden Jahr geht das Projekt los. Sobald die Stedorfer Scheune wieder aufgebaut ist, wird daran angrenzend der Garten der Begegnung als generationenübergreifendes Projekt realisiert.“ Die Grünfläche werde als Nutzgarten geplant, in dem insbesondere Beerensträucher und Früchte wachsen sollen. „Wir hoffen auf ein Miteinander von Alt und Jung, indem etwa Senioren schon Kindergartenkindern zeigen, wie das mit dem Gärtnern funktioniert.“

Ungeduldiges Warten auf die Wärme

Doch zurück zum Bauerngarten, dem Kleinod in der Worth, in dem im Frühjahr die ersten Stauden blühen, gefolgt von Sommerblumen und Rosen in verschiedenen Farben und weiteren Stauden und Blumen bis in den Herbst hinein. 2011 war der Bauerngarten am Kochs Hof angelegt worden. Damals hatte vor allem auch die inzwischen verstorbene Erna Hiller viel Herzblut in den Bauerngarten gesteckt und umfangreich gärtnerische Pionierarbeit geleistet. In diesem Jahr winkt also bereits der sechste Durchlauf in voller Blüte und Wessel und ihre aktiven Gartenfreunde warten ungeduldig darauf, dass es endlich wärmer wird. „Wir freuen uns, wenn bald alles blüht.“

Sich gemütlich auf die Bank an Kochs Hof setzen und einfach die bunte Blütenpracht im Bauerngarten genießen – das können die Mitglieder der Aktionsgruppe eher nicht. Sie sehen nämlich immer irgendetwas, was dringend getan werden muss.

Außerhalb der Saison ist für die Frauen und Männer der Aktionsgruppe am ersten Montag im Monat ein Gruppentreffen angesagt. „Die anfallenden Arbeiten kann jeder individuell erledigen“, erzählt Wessel und dass das Unkraut oft schneller als die Hobbygärtner sei. Außerdem bereite der Garten ihnen auch in Bezug auf Schädlingsbefall zuweilen großen Kummer.

Wer beim Gärtnern mitmachen möchte, meldet sich bitte bei Friederike Wessel unter Telefon 04234/2474.

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