Liebetruth informiert sich bei Norka über Luftdesinfektionsgerät

Buenos Aires aus Hülsen schaltet Viren aus

Eine Frau und zwei Männer unterhalten sich in einer Produktionshalle
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Viele Fragen stellt Dr. Dörte Liebetruth Norka-Mitarbeiter Ingo Kehr (l.) und Werksleiter Boris Allerheiligen über die Produktion.

Das Luftdesinfektionsgerät „Buenos Aires UV-C“ stand im Mittelpunkt einer Führung, als die Landtagsabgeordnete Dörte Liebetruth kürzlich die Firma Norka besuchte: Mithilfe von ultravioletter Strahlung (UV-C mit 253,7 Nanometern Wellenlänge) senkt die Innovation der Hülsener Firma die Virenlast in der Raumluft, heißt es in einer Pressemitteilung der SPD-Politikerin.

Hülsen –Anusch von Rudkowski, Leiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung, erläuterte der Abgeordneten die Einsatzmöglichkeiten und die Funktionsweise des Gerätes. Eingesetzt werden könne es in Bereichen, in denen bisher keine Desinfektion der Raumluft durch Lüftungsanlagen vorgenommen werde, beispielsweise in Klassenzimmern, in Warteräumen bei Ärzten, in Sozialräumen oder auch in kleinen Produktionsräumen von Betrieben, wo es entweder an der Zimmerdecke oder an der Wand aufgehängt werden könne.

In Aerosolen schwebende Viren würden mit der Luft in das geräuscharme Gerät eingezogen und innerhalb des Gerätes inaktiviert, ohne dass UV-C-Strahlung nach außen dringe. So könne die Virenlast eines 60-Kubikmeter-Raumes innerhalb von 48 Minuten um 90 Prozent reduziert werden. Von Rudkowski verwies auf ein Gutachten der Technischen Universität Berlin, das die Wirksamkeit des Luftdesinfektionsgerätes bestätigt.

Keine messbare schädliche Strahlung

Dörte Liebetruth erkundigte sich, inwiefern die Menschen in einem Raum von UV-C-Strahlung beeinträchtigt würden. Von Rudkowski konnte hierzu berichten, dass die von Norka gefundene technische Lösung keine messbare schädliche Strahlung in den Raum austreten lasse. Die Innovation sei ozonfrei und könne das Lüften von Räumen ergänzen: Während beim Lüften CO2-reiche gegen sauerstoffreiche Luft ausgetauscht und eine etwaige Virenlast in der Luft „verdünnt“ werde, gehe es beim Buenos Aires UV-C Luftdesinfektionsgerät um das gezielte Ausschalten der Viren. „Dass sich heimische Unternehmen wie Norka engagieren und innovative Lösungen entwickeln, die zur Pandemiebekämpfung beitragen können, begrüße ich sehr“, so die Landtagsabgeordnete. Auf Nachfrage von Liebetruth hin verriet Werksleiter Boris Allerheiligen zu guter Letzt, warum das neue Produkt nach der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires benannt worden sei: Alle Produkte der Firma tragen Städtenamen, so Allerheiligen. Häufig handele es sich um die Stadt, in der das jeweilige Produkt zu ersten Mal eingesetzt worden sei. In diesem Fall habe man „Buenos Aires“ aber gewählt, weil es wörtlich übersetzt „gute Luft“ bedeute.

Nachfrage aus Argentinien an dem Luftdesinfektionsgerät gebe es zwar noch nicht – aber aus Australien sei schon angefragt worden.

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