26-Jähriger räumt in Vernehmung 16 weitere Taten ein

Haftbefehl gegen Feuerwehrmann erlassen - schwere Brandstiftung?

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Im April brannte in Barme ein Doppelhaus. Ob dieses Feuer mit den Brandstiftungen im Zusammenhang steht, muss die Polizei ermitteln.

Dörverden/Barme - Gegen einen 26-jährigen Feuerwehrmann aus Barme hat der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Verden am Freitag Haftbefehl wegen schwerer Brandstiftung erlassen.

Nachdem es in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag in Barme erneut zu einem Brand gekommen war, konnte die Polizei Verden noch in derselben Nacht einen Tatverdächtigen vorläufig festnehmen.

Am vergangenen Dienstag hatten gegen 10.30 Uhr Anwohner einen Brand in einem Mehrparteienhaus im Fontaneweg entdeckt. Aus zunächst ungeklärter Ursache waren Säcke in Brand geraten, die auf einem Dachboden lagerten.

Am Donnerstag brannte es gegen 0.30 Uhr erneut in demselben Haus. Diesmal fingen im Keller gelagerte Paletten Feuer. Bevor das Feuer auf das Haus übergreifen konnte, alarmierte der Tatverdächtige Anwohner, die das Feuer noch vor Eintreffen der Feuerwehr fast vollständig ablöschten.

Durch die Ermittlungen der Polizei Verden ergab sich ein dringender Tatverdacht gegen den 26-Jährigen, der selbst Bewohner des betroffenen Hauses ist. Er ist Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr in Dörverden/Barme.

Die Polizei nahm den Mann noch in der Nacht wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung vorläufig fest. In umfangreichen Vernehmungen räumte er ein, für 16 weitere Brandlegungen in den letzten vier Jahren verantwortlich zu sein.

Ob auch der schwere Brand eines Doppelhauses am 19. April 2013 auf das Konto des Barmer Feuerwehrmanns geht, wollte die Staatsanwaltschaft gestern nicht bestätigen. „Die Aussagen des Tatverdächtigen müssen jetzt im Detail geprüft werden“, so Lutz Gaebel, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft. Nach dem Brand hatte die Polizei mit einem Phantombild nach einem mutmaßlichen Täter gesucht.

Wegen der Tat von Dienstag beantragte die Staatsanwaltschaft Verden einen Haftbefehl beim zuständigen Amtsgericht.

Der geständige Tatverdächtige befindet sich jetzt in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen gegen ihn dauern an.

Gemeindebrandmeister Carsten Mügge wollte sich zur Sache gestern nicht äußern. „Dafür wissen wir einfach noch viel zu wenig. Aber eins ist klar: Wir sind alle sehr, sehr schockiert.“

Ortsbrandmeister Joachim Schmidt: „Es ist einfach nur schrecklich. Ich hatte damit überhaupt nicht gerechnet.“ Das Ortskommando sei nach der Festnahme zu einer Sitzung zusammengekommen, um über die Ereignisse zu sprechen. „Wir konnten es alle nicht fassen.“

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