Bogensparte im TSV Jahn Westen im Aufwind / Nach zwei Jahren 50 Mitglieder

Konzentration und Kondition

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Etwa ein Drittel der Aktiven sind Kinder ab acht Jahren sowie Jugendliche.

Westen - Diese Pfeile fliegen erfolgreich: Vor zwei Jahren hat sich im TSV Jahn Westen eine Bogensparte gegründet, die im traditionellen oder intuitiven Bogenschießen bereits beachtliche sportliche Erfolge aufzuweisen hat.

Wie einst Robin Hood pirschen sie durch den Wald. Ein Bogen wird gespannt, ein Pfeil zischt durchs Laub und trifft das Wildschwein mitten ins Herz. Oder dort, wo das Herz wäre, denn das Wildschwein ist nicht aus Fleisch und Blut, sondern aus hartem Schaumstoff. Genau wie die anderen Tiere, die erlegt werden.

Feldbogenschießen heißt der Sport und das künstliche Waldgetier ist Bestandteil des 2- beziehungsweise 3-D-Parcours der Bogensparte im TSV Jahn Westen.

Der Verein besteht seit 94 Jahren und hat sich vor allem dem Breitensport verschrieben. Fußball, Tischtennis, Tennis, Turnen, Gymnastik und mehr gehöre zum festen Angebot. Als vor zwei Jahren die Bogensparte ins Leben gerufen wurde, ahnte niemand, wie erfolgreich sich das Angebot in kurzer Zeit entwickeln würde.

Zunächst waren nur sechs bis zehn Bogensportler auf der Anlage, aber schnell wurden es mehr, so dass die Sparte heute 50 Mitglieder zählt, die teils sogar aus der weiteren Umgebung kommen. Etwa ein Drittel der Aktiven sind Kinder ab acht Jahren sowie Jugendliche, die mit den Erwachsenen die ganzjährig nach aktuellen Sicherheitsstandards auf dem Sportplatz errichtete Anlage nutzen.

Der Bogensport, so der erste Abteilungsleiter, Michael Wolter, erfordere eine gute Konzentrationsfähigkeit, Kondition und ein gutes Auge. „Man kann den Bogensport für sich alleine oder in der Gruppe ausüben und man kann je nach Lust und sportlichem Ehrgeiz auch leistungsmäßig sehr viel tun.“

Zurzeit sind zehn Bogenschützen des TSV Jahn Westen auf Turnieren präsent. „Michael Kroll, Andre Blohm und Ralf Jaschke sind besonders erfolgreich“, sagt Wolter, „und bei den Jugendlichen Finn Kangowski“. Der sei zwar erst 15 Jahre alt, aber sportlich schon in der Lage, die Älteren das Fürchten zu lehren. Wolter besitzt ebenso wie der zweite Abteilungsleiter Bogensport, Rainer Schierholz, eine Trainerlizenz und leitet die Bogensportler zweimal wöchentlich an.

Die erfolgreiche Entwicklung der Vereinssparte möchten die Trainer ausbauen. Sie hoffen auf weitere Interessierte aus der Region. „Es ist auch ein preiswertes Vergnügen, da der jährliche Beitragssatz bei nur 60 Euro liegt.“ Abschließend ist Wolter aber eines wichtig: „Bogensport hat nichts mit Bogenjagd gemein. Niemals würden wir auf ein lebendes Wesen zielen und schießen.“

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