Ingrid und Herbert Koller feiern heute goldene Hochzeit / Engagierte und gesellige Dörverdener

Bis heute ist sie seine liebste Tanzpartnerin

Den Kranz um die goldene 50 haben die Kegelfreunde vor dem Wohnhaus der Kollers aufgebaut.
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Den Kranz um die goldene 50 haben die Kegelfreunde vor dem Wohnhaus der Kollers aufgebaut.

Dörverden – Herbert und Ingrid Koller, geborene Rademacher, feiern heute in ihrem Haus am Barmer Weg in Dörverden ihre goldene Hochzeit. Die geplante große Feier mit rund 80 Gästen haben sie zwar wegen der Corona-Krise abgesagt, aber die gute Laune der Ehejubilare ist dennoch nicht getrübt. Heute wollen sie im engsten Familienkreis anstoßen, ihr großes Fest im kommenden Jahr nachholen. „Unser Sohn, der in den USA lebt, konnte zu unserem großen Bedauern ja ohnehin nicht kommen. Wir hoffen aber sehr auf seinen Besuch im nächsten Jahr“, sagen sie.

Ingrid Koller wurde 1948 in Dörverden geboren und lebt dort in ihrem Elternhaus. Ihr Mann – er ist Jahrgang 1947 – stammt aus Lemgo, hat aber Kindheit und Jugend in Bochum verbracht, wo sein Vater im Bergbau beschäftigt war. Kennengelernt haben sich die vierfachen Großeltern beim Tanz im Gasthaus Heußmann in Dörverden, als Herbert Koller in Barme als Soldat stationiert war. „Durch die vielen Soldaten herrschte bei den Tanzveranstaltungen stets Männerüberschuss und man musste sich gewaltig sputen, um eine Tanzpartnerin abzubekommen“, erinnert er sich lachend. Mehrmals habe er am Abend des Kennenlernens mit Ingrid getanzt, und als er sie später zufällig im Kino in Verden wiedergetroffen habe, hätten sie an diesen gemeinsamen Abend angeknüpft. „Wir hatten reichlich Gesprächsstoff und dann hat es auch gefunkt“, erzählt er. Fortan trafen sich die junge Bürokauffrau und der gelernte Einzelhandelskaufmann regelmäßig. „Wir waren viel unterwegs, denn wir haben beide gerne getanzt“, blicken sie zurück, und Herbert Koller erinnert sich daran, dass seine Ingrid, die damals noch nicht volljährig war, stets pünktlich um 22 Uhr wieder zu Hause sein musste.

Nach Ende der Bundeswehrzeit kehrte Herbert Koller nach Bochum zurück, wo es ihn dann aber nicht mehr lange hielt. Wenige Monate später kam er wieder nach Dörverden und es wurde Verlobung gefeiert. Nachdem Koller auch beruflich Fuß gefasst hatte – seine Braut hatte ihm in der Uhrenglasfabrik Sternkreuz einen Arbeitsplatz im Büro vermittelt, wo er bis zur Rente 40 Jahre beschäftigt war – wurde am 16. Juli 1970 standesamtlich und zwei Tage darauf kirchlich geheiratet.

Durch seine offene und stets freundliche Art fand Herbert Koller schnell Anschluss in den Dörverdener Vereinen. „In Bochum hatte ich Basketball gespielt, in Dörverden wurde es Prellball“, erzählt der Ehejubilar, der wie seine Frau seit Jahrzehnten Mitglied im TSV Dörverden ist. Dort haben sich beide in verschiedenen Positionen im Vorstand engagiert. Außerdem sind sie Mitglied im Verein Ehmken Hoff, in der Stedorfer Theaterbühne und mit mehreren Hobbygruppen in Sachen Kegeln oder Fahrradfahren unterwegs. Bedauerlich findet Herbert Koller, dass er nicht mehr aktiv musizieren kann. Früher habe er viele Jahre Klarinette im Borsteler Blasorchester gespielt. Das sei heute wegen seiner Hände leider nicht mehr möglich. „Ich kann nicht mehr so schnell spielen, wie der Dirigent es möchte“, sagt er.

Auf die gemeinsam verbrachten Lebensjahrzehnte zurückblickend, sprechen beide von einer guten Zeit, die erstaunlich schnell vergangen sei. „Wir hatten viel Glück und wurden bis auf den viel zu frühen Tod unserer Schwiegertochter bislang von schweren Schicksalsschlägen verschont. Dafür sind wir sehr dankbar.“  nie

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