Ausstellung im Ehmken Hoff

Birgit Bösen „möchte einen Nerv treffen“

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Mehr als 30 Bilder platzierte Birgit Bösen gemeinsam mit Dieter Ullrich im Ehmken Hoff.

Dörverden - Neues Jahr, neue Kunstausstellung: Birgit Bösen aus Clüversborstel stellt seit Sonntag bis zum 18. Februar ihre Werke auf dem Kulturgut Ehmken Hoff aus. Bilder, die überwiegend auf großen Leinwänden gemalt sind und für die sich die Malerin gerne von Abbildungen inspirieren lässt. „Ich möchte den Betrachtern meiner Bilder vordergründig Freude und Entspannung bereiten“, sagt Bösen, die an den sechs Sonntagen, an denen die Ausstellung geöffnet hat, anwesend ist.

Den Nerv der Menschen zu treffen, das ist im Grunde genommen die Intention, die Birgit Bösen mit einer Ausstellung verfolgt. „Es geht nicht um mich, sondern mehr darum, dass meine Bilder in dem Betrachter etwas bewegen. Daher ist es auch nicht wichtig, welchen Strandabschnitt etwa eine Dünenlandschaft zeigt. Wenn der Betrachter sagt: Das Bild erinnert mich an Sylt, dann ist diese Darstellung auch Sylt.“

An den Wänden im Ausstellungsraum des Kulturgutes haben Bösen und Dieter Ullrich, Sprecher der Aktionsgruppe Kunst und Kultur im Verein Ehmken Hoff, am Freitagvormittag über 30 Bilder aufgehängt, die die große Bandbreite ihres künstlerischen Schaffens zeigen. Es sind überwiegend realistische Landschaftsmalereien, oft von Menschen flankiert, zum anderen aber auch abstrakte Bilder, in denen sich die Freude der Künstlerin am Experimentieren mit Untergründen, Farbe und Werkstoffen spiegelt.

Birgit Bösen erzählt, dass sie bereits als Jugendliche gemalt hat. „Mit 13 oder 14 Jahren fing es an und hat dann nicht mehr aufgehört“, berichtet die 48-Jährige, die zum Broterwerb bei einer Krankenkasse als Sachbearbeiterin arbeitet.

Fotos, Postkarten, der Blick in die Zeitung: Inspirationen für ihre Bilder findet Birgit Bösen überall.

Die ersten Motive, an die sie sich erinnern kann, sind noch mit Blei- und Buntstiften entstanden. Es folgten Kohlezeichnungen, die Arbeit mit Kreide und schließlich das Malen mit Öl und Acryl, wobei Letztere ihre aktuelle Lieblingstechnik ist.

Insgesamt etwa 30 Mal hat sie ihre Werke bislang bereits in Ausstellungen gezeigt und darauf überwiegend positive Rückmeldungen bekommen. „Ich möchte mit meinen Bildern einen Nerv treffen“, erklärt Bösen, die ihre künstlerische Vorliebe zur gegenständlichen Malerei nicht verhehlt. „Malen ist meine Leidenschaft. Das Abstrakte macht mir zwar auch Spaß, aber es spielt nur eine kleine Rolle.“

Permanent auf der Suche nach Motiven

Bösen erzählt weiter, dass sie unentwegt auf der Suche nach Motiven für ihre Bilder sei. „Ich lese daher auch die Zeitung ganz anders, als andere Menschen das tun, da ich permanent nach Motiven Ausschau halte.“ Auch lässt sie sich von Postkarten oder Fotos inspirieren, die sie dann, teils aufgefrischt durch Zugaben aus der Fantasie, zu neuen Gemälden verarbeitet.

Naturansichten – besonders die raue Nordseelandschaft – sind in der jetzigen Ausstellung besonders präsent. In einer Strandszene hat Bösen eine Flasche in den Fokus gerückt, in einem anderen bildet vom Wind zerzauster Strandhafer den Bildmittelpunkt. Hin und wieder fügen sich aber auch Personen unaufdringlich ein. Sie sind meist nur in Rückenansicht zu sehen, in einer Umgebung, deren Farbgebung reduziert ist, sodass eine beruhigende Wirkung erzielt wird.

Dass Betrachter dabei zu ganz unterschiedlichen Interpretationen kommen, liegt in der Absicht der Malerin und ist für Bösen ein Muss zugunsten der Vieldeutigkeit der Bilder und deren erzählerischen Möglichkeiten.

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