Ausschuss in Dörverden stimmt für Vorlage der Verwaltung

Bedarf für mehr Hortplätze

Vorbehaltlich der Erteilung einer Betriebserlaubnis wird es ab August eine zweite Hortgruppe in der Kindertagesstätte Dörverden geben. Die Nachfrage ist groß. - Foto: Niemann

Dörverden - Nicht immer passen die Arbeitszeiten von Eltern und die Öffnungszeiten von Schulen und Kindertagesstätten optimal zusammen. Wenn Eltern früh zur Arbeit müssen, sind die Einrichtungen häufig noch nicht geöffnet, und wenn die Kita schließt oder der Unterricht beendet ist, müssen Eltern oft noch arbeiten. Probleme, über die am Montagabend im Ausschuss für Jugend, Soziales, Sport und Kultur der Gemeinde Dörverden aufgrund von Anträgen in öffentlicher Sitzung beraten wurde.

Aus Sicht von Verwaltung und der politischen Gremien gibt es verschiedene Wege, Eltern zu unterstützen, die ein Problem mit den „Randzeiten“ haben. So erging an den Verwaltungsausschuss der Gemeinde nach einvernehmlicher Abstimmung die Empfehlung, dass, vorbehaltlich einer Betriebserlaubnis durch das zuständige Kultusministerium, mit Schuljahresbeginn 2016/2017 im Dörverdener Kindergarten eine zweite Hortgruppe eingerichtet werden soll.

Wie Bürgermeister Alexander von Seggern berichtete, zeichnet sich bereits seit geraumer Zeit der Mehrbedarf an Hortplätzen für Kinder zwischen sechs und zehn Jahren ab. Insgesamt lägen ab August 27 Anmeldungen vor. „Und wir rechnen mit noch mehr“, sagte der Verwaltungschef. Die zweite Hortgruppe solle weitere 20 Plätze bieten, die Mehrkosten für Personal und Sachkosten seien im Haushalt der Gemeinde kalkuliert.

Intensiv diskutiert wurde die Frage, ob die Einrichtung einer Hortgruppe nicht innerhalb des Schulgebäudes vorzuziehen sei. Das Wohl des Kindes solle hier „handlungsleitend“ sein, so der abschließende Tenor. Die Möglichkeit werde aber im Blick behalten.

Einmütig wurde auch über weitere Beschlussvorlagen, die Kindertagesstätten Hesterberg und Barme sowie die Grundschule Westen betreffend, abgestimmt. Darüber wird endgültig im Verwaltungsausschuss abgestimmt. An den Ausschuss ging die Empfehlung, in beiden Kitas die Betreuungszeiten in Zukunft täglich um jeweils eine Stunde auf 15 beziehungsweise 14 Uhr zu verlängern, sofern mindestens sechs Kinder in der Gruppe angemeldet sind und dort auf Dauer betreut werden. Die hierfür anfallenden Mehrkosten an Personal sollen als Betriebskosten anerkannt werden und zum Teil, so die Erwartung der Verwaltung, durch Mehreinnahmen bei den Elternbeiträgen abgedeckt werden.

Bereits im April 2015 hatte sich der Schulelternrat der Grundschule Westen mit der Bitte um eine Frühbetreuung von Grundschülern an die Gemeinde gewandt. Von Seggern verdeutlichte in seinen Ausführungen, dass die Gemeinde als Schulträger dem Wunsch der Eltern entsprechen wolle, er aber eine Betreuung durch gemeindliches Personal nicht gewährleisten könne.

Der Ausschuss folgte daher in seiner Abstimmung der Verwaltungsempfehlung, die verlässliche Frühbetreuung von 7.30 bis 8 Uhr für eine Gruppengröße von mindestens zehn Kindern einem freien Träger zu überlassen. Die Beschlussvorlage sieht außerdem vor, mit den Eltern einen Betreuungsvertrag abzuschließen, sobald die Trägerschaft sichergestellt ist. - nie

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