1. Startseite
  2. Lokales
  3. Landkreis Verden
  4. Dörverden

Dörverden: Bäume müssen weichen für Schwerlasttransport

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Eine Fahrbahnverengung mit Bäumen.
Die Bäume an der Fahrbahnverengung Beckmannsweg müssen für den Schwerlasttransport ebenso weichen wie die in der Weserstraße. © Gemeinde Dörverden

Auf dem Wasserübungsplatz des THW-Ausbildungszentrums Hoya in Barme werden voraussichtlich im März drei Generatoren mit dem Schiff von der Weser aus anlanden. Dabei handelt es sich um Bauteile für die vor kurzem durch den Landkreis Nienburg genehmigten Windenergieanlagen in Hämelhausen. Damit der Transport gelingt, müssen gemeindeeigene Bäume gefällt werden.

Barme – Eine direkte Anfahrt auf dem Landweg scheidet für Gespanne dieser Dimension aufgrund der Abmessungen und des Gewichts aus, informiert die Gemeinde Dörverden in einer Pressemitteilung. Mittels Autokran werden die Generatoren auf einen Schwerlasttransporter verladen, um sie von dort aus jeweils direkt zur Baustelle in die benachbarte Samtgemeinde Grafschaft Hoya zu bringen. „Der Schwerlasttransport kommt mit seiner Zugmaschine und einem Spezialanhänger immerhin auf 19 Achsen.“ Aufgrund der Transportbreite von über sechs Metern ist es allerdings nicht möglich, das Gespann vom Wasserübungsplatz bis zur B 215 zu manövrieren. Daher ist es erforderlich, zwei Engpässe zu beseitigen. Dabei handelt es sich um zwei Fahrbahnverengungen im Verlauf der Weserstraße und am Ortsausgang im Beckmannsweg. Insgesamt müssen fünf Bäume gefällt werden, um eine Durchfahrt zu ermöglichen.

Bürgermeister: Äußerst schwierige Abwägung

„Der erteilten Zustimmung, diese gemeindlichen Bäume fällen zu dürfen, liegt eine äußerst schwierige Abwägung zu Grunde“, erläutert Bürgermeister Alexander von Seggern. „Am Ende sind Bäume nie gleichwertig zu ersetzen. Sie dienen schließlich neben der herausragenden Bedeutung für ein gesundes Klima auch als Lebensraum vieler Tiere.“

Eine detaillierte Fahrwegprüfung durch ein Fachunternehmen für Schwertransportsicherung hat gezeigt, dass eine alternative Streckenführung nicht möglich ist. Unter anderem wurden dabei Möglichkeiten für eine Anlandung in Hoya und der seit langer Zeit für den Fahrzeugverkehr gesperrte Verbindungsweg der verlängerten Weserstraße direkt zur B 215 geprüft.

Ausgleichsmaßnahmen sind geplant

„Auch wenn weiterhin das naturschutzfachliche Prinzip der Vermeidung jedweder Eingriffe gilt, wird für diesen Eingriff in den Naturhaushalt am Ende keine andere Möglichkeit gesehen“, so von Seggern. Ein schwacher Trost mag es da vielleicht sein, dass der Transport dem gesellschaftspolitischen Ziel zum Ausbau der erneuerbaren Energien folgt. Der zu leistende Wertausgleich für die Bäume schafft jedenfalls die finanziellen Voraussetzungen für entsprechende Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen. Zudem erfolgt die Neugestaltung der Pflanzbereiche in den Elementen der Fahrbahnverengungen, die ebenfalls kurzfristig umgesetzt werden soll.

Für die Durchführung des Transports wird es dann auch noch ein beidseitiges Haltverbot in Weserstraße und Beckmannsweg bis zur Einmündung in das Anschlussohr zur B 215 geben.

Auch interessant

Kommentare