Bärenmama Dagmar Schäfer aus Stedorf stellt niedliche Teddybären her

Unikate mit Knopfaugen

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Dagmar Schäfer verkauft ihre Teddys auf Märkten, gibt aber zu: „Ich trenne mich nur sehr schwer von ihnen.“ Kein Wunder, die flauschigen Kameraden sind ausgesprochen herzig.

Dörverden - Beliebt bei den Besuchern des Kulturcafés auf dem Ehmken Hoff sind immer die Tagesausstellungen, die der gleichnamige Verein dort regelmäßig organisiert. Kürzlich hatte die Stedorferin Dagmar Schäfer die Ausstellungsflächen mit zahlreichen handgefertigten Teddybären, Puppenkleidung, Eulen und vielem mehr bestückt. Vor allem die weichen, plüschigen und knopfäugigen Teddybären brachten nicht nur Kinderaugen zum Leuchten, sondern zogen auch die erwachsene Gäste in den Bann.

Ein kleiner, keck dreinblickender Teddy am Eingang verriet: Hier befindet sich das kreative Terrain von Dagmar Schäfer. Ihr liebstes Hobby ist es, Teddybären zu basteln sowie Puppenkleidung zu nähen und Dekoratives aus Stoff anzufertigen. Denn mit Handarbeiten, mit Nähen und Dekorieren beschäftigt sich die gelernte OP-Schwester nur allzu gern.

Vor allem auf die Herstellung ihrer Bären verwendet sie viel Zeit, da ihr selbst kleinste Details sehr wichtig sind. Fast alle der handgemachten Bären sind Einzelstücke, die Dagmar Schäfer aus hochwertigen Materialien näht und die sie abschließend mit Glasaugen und gestickter Nase versieht.

Die Hobbykünstlerin ist erstmals vor 18 Jahren auf den Bären gekommen und seitdem entwirft und näht sie Teddys aus hochwertigem Steiff-Schulte-Mohair aus einer Duisburger Florweberei. Dutzende der kuscheligen Tiere hat sie seitdem hergestellt. Dabei lässt sie ihrer Kreativität freien Lauf und erfindet immer wieder neue Bären.

Mit einem Volkshochschulkurs habe alles angefangen, erzählt sie. „Mein Sohn war gerade ein halbes Jahr alt, ich habe damals nicht in meinem Beruf als OP-Schwester gearbeitet und mir fiel die Decke auf den Kopf.“ Dagmar Schäfer fertigte unter professioneller Anleitung einer Dozentin ihren ersten Teddybären, der heute einen Ehrenplatz auf dem Familiensofa hat.

Bald folgte bärige Gesellschaft und die Dörverdenerin entwarf auch eigene Schnitte, was gar nicht so einfach ist. „Am heikelsten sind die Proportionen“, sagt Schäfer, die für ihre Bärenriege statt einfachem Plüsch am liebsten Mohair verwendet. „Das kaufe ich zumeist auf dem Weg in den Urlaub in Duisburg ein. Mein Mann rümpft dann immer die Nase, weil dieser Abstecher in die Fabrik immer ziemlich teuer wird“, erzählt sie.

Gefüllt wird mit Schafwolle oder Synthetik. Und wenn der Kopf fertig geformt ist, werden die Augen aufgezogen und die Nase gestickt. Das alles braucht natürlich seine Zeit und so können, bis ein kleiner Teddy fertig ist, auch schon mal locker 20 Stunden vergehen. Auf Ausstellungen und Weihnachtsmärkten im Umkreis präsentiert und verkauft Dagmar Schäfer ihre Werke. „Ich trenne mich aber oft nur sehr schwer von ihnen“, gibt sie zu.

Bei den Bären ist es nicht geblieben. Längst fertigt sie auch Puppenkleidung sowie individuelle Schals, Mützen oder Motivkissen für Kinder an, die sie insbesondere in der Vorweihnachtszeit auf regionalen Ausstellungen verkauft.

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