Kita Dörverden: Hühnerprojekt beendet

Und zum Abschied noch ein Ei

Abschiedsei von Ralf Wigand-Usbeck an Nadine Köneke und Sergej Harmel. - Fotos: Niemann

Dörverden - Nemo, Ronaldo oder Pitt: So haben die Kinder die gefiederten Gäste genannt, die mehrere Wochen auf dem Außengelände der Kindertagesstätte Dörverden untergebracht waren. Die Namen waren etwas unpassend, die Gäste waren nämlich allesamt weiblicher Natur – aber ansonsten war der Besuch der fünfköpfigen Hühnergruppe ein voller Erfolg. Dieses Fazit zogen die Verantwortlichen jetzt nach Abschluss des Projektes.

Die Kinder haben Natur erlebt, beispielsweise gelernt, dass Eier nicht in Pappschachteln wachsen und sie konnten beobachten, dass es auch unter Hühnern schon mal Knatsch gibt, wenn sie sich um das Futter streiten.

Auch am letzten Tag war noch einmal viel los auf der Freifläche hinter der Kita. Die fünf Hühner waren zum letzten Mal in ihrem abgesicherten Bereich unterwegs und die Kindergartenkinder beobachteten das Geschehen mit großem Interesse. Die Hühner stammten aus Achim-Borstel. Ralf-Wigand Usbeck hatte die Idee für „Miete ein Huhn“ aufgegriffen und damit auf Anhieb großes Interesse erzeugt.

„Zeitweise ist die Hühnerschar komplett ausgebucht“

Inzwischen besitzt er 40 Miet-Hühner, mit denen er in Fünfergruppen auf Tournee geht. „Zeitweise ist die Hühnerschar komplett ausgebucht“, erzählte er. Die Tiere würden von Kindergärten und Schulen nachgefragt, aber auch Altenheime und viele Privatpersonen gehörten zu seinen Kunden.

Zwei Wochen Mindestmietdauer empfiehlt der „Hühnervater“, der dafür mit Zaun, Hühnerhaus, Futter, Stall und Bring- und Abholservice rund 200 Euro berechnet. Und wie es sich für fünf kräftige Lege-Hühner gehört, produzieren sie in dieser Zeit natürlich auch Eier und zwar täglich durchschnittlich drei.

Auch schüchterne Kinder wurden von den Tieren angelockt

In der Kita sind die Eier im Zwetschgen-, Apfel- und Pfannkuchen gelandet, die die Erzieherinnen mit den Kleinen gebacken haben. „Viele Kinder haben jeden Tag nach den Hühnern geschaut. Auch sonst eher schüchterne Kinder wurden von den Tieren angelockt und haben sogar mit wachsender Begeisterung beim Versorgen mitgeholfen“, erzählt der für das gefiederte Quintett verantwortliche Erzieher Sergej Harmel. Allerdings habe sich der Pflegeaufwand in überschaubaren Grenzen gehalten.

Die Idee, die Hühner zu mieten, hatte die stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins der Kita, Nadine Köneke. Sie hatte von der Möglichkeit in einem Radiobeitrag gehört und mit der Vorsitzenden, Tanja Meyer, angeregt, das Federvieh in die Kita zu bringen. „Die Aktion war ein Erfolg. Man sollte sie wiederholen“, so Köneke am letzten Tag, als die Hühner abgeholt wurden. Einzig mit den Namen, habe es nicht geklappt, da jedes Kind den Hühnern einen anderen Namen gegeben hat. Doch den Hennen war das egal. Sie haben sich auf dem Kita-Gelände wohl gefühlt und eine hat unter den Blicken der Kinder sogar noch schnell ein Abschiedsei gelegt. 

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