30000 Smolts eingesetzt / Statkraft stärkt Population in Weser und Aller

Hoffnung auf die Rückkehr möglichst vieler Lachse

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Vertreter des Dörverdener Unternehmens Statkraft, der Fischerei-Pachtgemeinschaft Weser IV und Dr. Gero Hocker, Sprecher für Energie, Umwelt- und Klimaschutz der FDP-Landtagsfraktion Niedersachsen (2.v.r.), nach dem nächtlichen Smolt-Einsatz.

Dörverden - Statkraft hat als Teil eines Langzeit-Feldversuchs 30000 Junglachse in die Weser eingesetzt. Außerdem verbucht das Unternehmen dank der Fischerei-Pachtgemeinschaft Weser IV einen Erfolg bei der Erweiterung der Fischschutzzone unterhalb des Laufwasserkraftwerks Langwedel. Ziel beider Initiativen ist es, den Fischbestand in Weser und Aller dauerhaft aufzustocken.

30000 Junglachse, sogenannte Smolts, ließ Maik Thalmann, Leiter der Energieerzeugung von Statkraft in Deutschland, mit Unterstützung der Fischerei-Pachtgemeinschaft Weser IV in die Weser einsetzen. Berufsfischer Kurt Janke stellte wie schon im Jahr zuvor einen von ihm bewirtschafteten Gewässerabschnitt zum Aussetzen der Junglachse zur Verfügung. Die Tiere stammen aus einer unternehmenseigenen Aufzuchtstation in Schweden und gehören zur Stammart der Weser.

Mit dem Einsatz von Smolts hat Statkraft 2014 einen drei Jahre andauernden Langzeit-Feldversuch angestoßen, um die Lachspopulationen dauerhaft zu vergrößern.

„Wir hoffen, dass die bisher insgesamt 50000 eingesetzten Smolts in zwei bis drei Jahren zumindest teilweise zurückkehren und die Population Schritt für Schritt wächst“, sagt Dr. Sonja Stendera, Biologin bei Statkraft.

Die tatsächliche Rückkehrquote soll nach dem Neubau der Fischaufstiegsanlage in Dörverden festgestellt werden können.

Schutzzonen erhöhen

Erhalt des Fischbestandes

Maik Thalmann und die Verantwortlichen der Fischerei-Pachtgemeinschaft Weser IV, vertreten durch den ersten Sprecher Uwe Roll, sowie Dr. Gero Hocker, Sprecher für Energie, Umwelt- und Klimaschutz der FDP-Landtagsfraktion Niedersachsen, haben sich darauf verständigt, die Fischschutzzonen hinter dem Laufwasserkraftwerk Langwedel zu erweitern, damit sich die Lachspopulationen möglichst geschützt aufbauen können.

„In den Bereichen unterhalb der Laufwasserkraftwerke befinden sich die Hauptansammlungsgebiete der Lachse“, erklärt Maik Thalmann. Mit Uwe Roll ist er sich einig, dass die vergrößerten Schutzzonen die Chancen für den Erhalt des Fischbestandes in Weser und Aller erhöhen.

Bereits 2011 hat Statkraft ein Betriebsmanagement in den eigenen Laufwasserkraftwerken eingeführt, das eine bestmögliche Abwanderung von Blank-Aalen ermöglicht. 2013, 2014 und 2015 hat Statkraft zudem mehr als 550000 Satz- und Glasaale in die Weser eingesetzt.

„Die jetzige Maßnahme, die Lachsbestände in Weser und Aller wieder aufzustocken, ist eine logische Ergänzung in der Strategie des Unternehmens, die Populationen der migrierenden Fischarten zu erhöhen“, erklärt Thalmann.

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