„Das haben wir geschafft“

Starke Familie bekommt für ihr krankes Kind ein behindertengerechtes Auto

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Felix und Mama Annika Muscher waren auch gekommen. Durch eine Spendenaktion im vergangen Jahr konnten sie einen Therapiehund bekommen.

Hülsen - Erneut einen Volltreffer hat der Verein „Hafensänger & Puffmusiker“ mit seinem Benefizturnier am Sonnabend in Dörverden-Hülsen gelandet. Den Siegerpokal hat sich die U11-Mannschaft von Werder Bremen geholt, aber die großen Gewinner sind die kleine Loona und ihre Familie. Die Hafensänger wollen der Familie ein behindertengerechtes Auto finanzieren. „Das haben wir geschafft“, freute sich Vorsitzender Oliver Wolf.

Während des Turniers verkündete er laufend eingehende Spenden. Die Lions-Clubs aus Hoya und Nienburg waren mit jeweils 1000 Euro gekommen, aber auch viele Zuschauer und Mannschaften spendeten für die schwer behinderte Loona. Von der JSG Dörverden I kamen 30 Euro. „Die Aktion ist gut“, so die einfache Begründung von Levin, der mit seinen Jungs richtig viel Spaß hatte, auch wenn es fußballerisch nicht super lief. Für sie und andere Lokalmatadore war es toll, einmal gegen Mannschaften von Vereinen wie Werder Bremen, HSV, VfB Oldenburg oder Hertha Zehlendorf Berlin anzutreten. Aber auch außerhalb des Spielfeldes konnten alle 20 Mannschaften und die Besucher viel erleben.

Mutter zu Tränen gerührt

Die Hafensänger hatten für ein großes Rahmenprogramm gesorgt. Beim Kistenstapeln des THW-Ortsverbandes Hoya lag der Tagesrekord lange bei 23 Kisten und auch beim Bungee-Trampolin ging es hoch hinaus. Heiß begehrt war eine Partie kostenloses Bubble-Soccer und schnell verkauft waren die 5000 Lose einer Tombola. Entsprechend groß war der Dank von Oliver Wolff an sämtliche Spender, Unterstützer und seine Hafensänger, die im Vorfeld und den ganzen Tag unermüdlich im Einsatz waren.

Christiane Koch, Frank Ermisch mit Loona auf dem Arm und Oliver Wolf während des Benefizturniers (v.l.).

Christiane Koch und Frank Ermisch konnten ihren Dank kaum in Worte fassen. Ein Gespräch mit den Eltern der kleinen Loona verdeutlichte, dass es nicht nur finanziell eine große Hilfe ist, sondern dass ihnen auch der Zuspruch verdammt gut tut. „Sonst ist man immer alleine“, sagte Chrisitane Koch unter Tränen. Sie sei sogar schon beschimpft worden, weil sie Drillinge habe, von denen eines behindert ist. „Ich bin nur noch bei uns im Dorf vor die Tür gegangen, sonst habe ich mich gar nicht mehr rausgetraut.“

Benefizturnier des Vereins „Hafensänger & Puffmusiker“

Schon während der Schwangerschaft war festgestellt worden, dass Loona mehrfache behindert sein wird. Doch sie sollte leben, egal wie lange. Am 10. Juli 2015 wurden Lena, Luca und Loona geboren. Nach einem halben Jahr durfte Loona das Krankenhaus verlassen. Jetzt begannen die Kämpfe mit der Krankenkasse um Hilfsmittel. Das Mädchen habe einen starken Lebenswillen, sagt die Mutter und berichtet, dass beim jüngsten Termin in der Medizinischen Hochschule Hannover der Arzt kaum geglaubt habe, dass es Loona ist.

wb

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