Ab Januar auch für Schiedsmänner feste Sprechstunde / kürzere Dienstwege

„Dienstleistungs-Dienstag“ startet im Achimer Rathaus

Sprechstunden im Rathaus bieten neben den stellvertretenden Bürgermeistern Rainer Ditzfeld (ganz links) und Bernd Junker (rechts) nun auch die Schiedsleute Johann Ditzfeld und Fritz-Heiner Hepke (v.l.). ·
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Sprechstunden im Rathaus bieten neben den stellvertretenden Bürgermeistern Rainer Ditzfeld (ganz links) und Bernd Junker (rechts) nun auch die Schiedsleute Johann Ditzfeld und Fritz-Heiner Hepke (v.l.). ·

Achim - An wen sollen sich Achimer bei Streit mit dem Nachbarn wenden? Das ist ein klassischer Fall für die Schiedsmänner der Stadt, darunter Johann Ditzfeld und Fritz-Heiner Hepke. Bisher war es möglich, telefonisch Termine zu vereinbaren. Nun bekommen sie zusätzlich ihre eigene Sprechstunde. Am „Dienstleistungs-Dienstag“ können Bürger sie künftig persönlich im Rathaus aufsuchen.

Der Name soll zwei Bereiche abdecken, den der Schiedsleute und den der beiden stellvertretenden Bürgermeister. Denn Bernd Junker und Rainer Ditzfeld hatten in ihren Sprechstunden des Öfteren Besuch von Menschen, deren Anliegen beim Schiedsmann besser aufgehoben wäre. Etwa, wenn sich Bürger über einen Baum beschweren, der vom Grundstück des Nachbarn über den Zaun wächst. „Wir können ja im Namen der Stadt keine Äste abschneiden, die auf Privatgrundstück stehen“, so Junker.

Damit die Dienstwege kürzer sind, erfolgen die Sprechstunden der beiden Vize-Verwaltungs chefs und der Schiedsmänner zeitlich parallel. „Um niemanden wegschicken zu müssen und Bürgernähe zu schaffen“, erklärt Junker.

Ab Januar wird jeden ersten Dienstag im Monat zwischen 16 und 18 Uhr der „Dienstleistungs-Dienstag“ angeboten: In den ungeraden Wochen beraten der stellvertretende Bürgermeister Bernd Junker in Raum 122 und Schiedsmann Fritz-Heiner Hepke in Raum 124 des Rathauses, in den geraden Wochen stehen dort jeweils Johann und Rainer Ditzfeld zur Verfügung.

Ein weiterer Umstand führte zu der Überlegung, eine feste Schiedsmann-Sprechstunde in Achim anzubieten: „Seit 2010 ist es für einige Fälle obligatorisch, einen Schiedsmann aufzusuchen“, sagt Fritz-Heiner Hepke. Darunter fallen Nachbarschaftsstreitigkeiten, aber auch strafrechtlich nicht so relevante Delikte wie Beleidigung, Körperverletzung und Hausfriedensbruch. Das Schiedsverfahren soll den Justizapparat entlasten und, wo möglich, zu einer außergerichtliche Einigung führen. Dies gelinge in rund 50 Prozent der Fälle. Im besten Fall könne ein Streit durch Beratung sogar im Vorfeld eines Schiedsverfahrens beigelegt werden.

In vielen anderen Angelegenheiten haben die beiden stellvertretenden Bürgermeister weiterhin ein offenes Ohr für die Bürger: „Manchmal wollen die Leute nur etwas loswerden, manchmal geht eine Straßenlaterne nicht oder eine Markierung fehlt“, erzählt Bernd Junker. · ldu

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