Wäscheservice im Mehrgenerationenhaus in Westen / Angebot für jedermann

Dienstags duftet es frisch

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Jeden Dienstagvormittag bügelt Nicole Strutz ehrenamtlich Hemden. Ihre Kunden: ältere Bürger aus dem Dorf, denen die Arbeit zusehends schwerer fällt, und berufstätige Eltern, die die wertvolle Familienzeit nicht mit Bügelwäsche verbringen wollen. ·

Westen - Dienstagvormittag im Mehrgenerationenhaus (MGH) Westen. Es dampft und zischt im Obergeschoss und es riecht nach frischer Wäsche. Auf einem Kleiderständer hängen fein säuberlich sortiert Blusen und Herrenoberhemden. Am Bügelbrett steht Nicole Strutz, die mit Sorgfalt ein Wäschestück glättet. Daneben sitzt Petra Buch konzentriert an der Mangel, damit die Wäsche faltenfrei zu den Auftraggebern kommt.

Wer sich ehrenamtlich engagieren, anderen Menschen helfen oder für Nachhaltigkeit eintreten will, ist in Westen bestens aufgehoben. Das MGH bietet Interessierten nämlich viele Möglichkeiten, die Hausleiterin Eltje Buch und ihr Team zu unterstützen. Zurzeit nutzen bereits mehr als 40 Menschen einen Teil ihrer freien Zeit für die ehrenamtliche Mitarbeit. Sie helfen bei der Senioren- und Kinderarbeit, kochen oder backen und organisieren – und lernen dabei das befriedigende Gefühl kennen, sich für das Allgemeinwohl zu engagieren. Der Bügelservice ist nur ein Beispiel ehrenamtlicher Arbeit im MGH.

Seit dem vergangenen Jahr hat Eltje Buch die ohnehin vielfältigen Angebote im Mehrgenerationenhaus um diesen Wäscheservice erweitert. Ein Angebot, das jedermann in Anspruch nehmen kann und das zu einem günstigen Preis zu haben ist. 50 Cent beispielsweise kostet das Bügeln eines „normalen“ Hemdes oder einer Bluse, für einen Euro wird ein aufwändigeres Bekleidungsteil geglättet, und maximal zwei Euro fallen für sehr große Teile wie Bettbezüge oder große Tischdecken an.

Viele Dorfbewohner haben den Service bereits für sich entdeckt und liefern regelmäßig montags, in der Zeit von 12 bis 17 Uhr, ihre Wäsche im MGH ab. „Zwei Tage später, also mittwochs, kann die Wäsche im gleichen Zeitraum wieder abgeholt werden“, erklärt Buch das Prozedere. Vor allem vielen älteren Menschen falle das Bügeln zusehends schwerer, aber auch berufstätige Eltern seien froh, wenn sie ihre Zeit mit ihren Kindern und nicht mit Bergen von Bügelwäsche verbringen müssen, berichtet Buch weiter. Die Resonanz der Nutzer sei überaus positiv, zumal die ehrenamtlichen Büglerinnen äußerst routiniert und akkurat arbeiteten. · nie

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