852 000 Euro in Pausenhofgestaltung und energetische Sanierung der Grundschule Oyten investiert / Spielplatz eröffnet

„Die Schule hat unglaublich gewonnen“

Dem nicht mehr zu bremsenden Sturm der Kinder auf die Kletterburg folgte die offizielle Schulhof-Eröffnung mit dem symbolhaften Schnitt durchs Flatterband von Schulleiterin Elke Pawellek und Bürgermeister Manfred Cordes.

Oyten - (pee) · Genug gewartet: Wer monatelang so gut wie keine Spielfläche, aber jede Menge Bauzäune auf dem Pausenhof hatte, für den sind ein festlich gestimmter Bürgermeister mit Schere und ein läppisches Flatterband kein Hindernis – wenn doch dahinter die so sehnlich erwartete Spiellandschaft lockt. Mit Hurra und Yippie überrannten die Kinder der Oytener Grundschule gestern Morgen die erwachsene Festgesellschaft und stürmten ihren aufwändig neu gestalteten Schulhof, um endlich zu klettern, zu balancieren, zu schaukeln und zu rutschen.

Das Flatterband war aber heil geblieben, und so holten Bürgermeister Manfred Cordes und Schulleiterin Elke Pawellek den offiziellen Eröffnungsschnitt flink nach.

Nicht nur das Außengelände – die gesamte Schule erhielt in den vergangenen Monaten ein komplett neues Gesicht. In Pausenhofgestaltung, energetische Gebäudesanierung und bauliche Erneuerung von Toilettenanlagen und Klassenräumen investierte die Gemeinde insgesamt 852 000 Euro, wie Cordes berichtete.

Davon muss die Gemeinde Oyten nur ein Drittel selbst finanzieren; den Löwenanteil zahlen Land und Bund im Rahmen des Stadtsanierungsprogramms „Stadtumbau West“, in das der Ortskern bekanntlich aufgenommen wurde, sowie weiterer spezieller Fördermittel für energetische Sanierungen.

184 000 Euro flossen in die Neugestaltung des Außengeländes der Grundschule, das auch nach Schulschluss als Spielplatz allen zur Verfügung steht. Nachdem die Grundschulkinder selbst in einem Beteiligungsprojekt ihre Ideen und Wünsche geäußert hatten, plante ein Fachbüro das Spielgelände mit attraktiven und anregenden Geräten aus Robinienholz. Um einen riesigen Kletterwald gruppieren sich auf einer Sandfläche Hüpfplatten, Gurtsteg, Nestschaukel, Stufenreck, Tunnel und eine hohe Rutsche, aber auch Ruhezonen mit teils überdachten Sitzecken und Podesten.

Mehr als 650 000 Euro kostete die bauliche und insbesondere die energetische Sanierung des betagten Schulgebäudes, das nicht nur komplett neue Fenster und teilweise ein neues Dach erhielt, sondern vor allem eine Rundum-Wärmedämmung mit einer fast 20 Zentimeter starken Isolierschicht und neuem Verblender. „Wir haben die Schule so richtig warm eingepackt“, schilderte Bürgermeister Cordes. Damit die finanziellen Fördermittel flossen, musste der Energiestandard der Grundschule mittels Sanierungsmaßnahmen auf Neubau-Niveau gebracht werden. Dafür garantierte die Planung des Technikers der Gemeinde Oyten, Kay Böning. Durch die Sanierung „können künftig 16 500 Euro an Energiekosten pro Jahr eingespart werden“, betonte Cordes, „laut Berechnung amortisiert sich die Baumaßnahme nach etwa 18 Jahren.“

Dass im Zuge der Sanierung auch die Sanitäranlagen von 1962 schick erneuert und Wünsche wie der nach einem Sonnenschutz erfüllt wurden, freute Schulleiterin Elke Pawellek vor allem für „ihre“ Kinder. „Und dazu ist es noch richtig schön geworden – die Schule hat optisch unglaublich gewonnen.“

„Tja, eigentlich ist die Schule wie neu“, bilanzierte Manfred Cordes zufrieden. Der letzte Baustein allerdings fehlt noch: Nächsten Sommer werden in der Schule Küche und Mensa ausgebaut – für den Ganztagsbetrieb.

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