„Waren von der Resonanz total überwältigt“

Facebook-Hilferuf nach Brand: „Die hatten gar nichts mehr“

Sind ganz hingerissen von der Hilfsbereitschaft der Facebook-User (von links): Michele Omnitz, Yvonne Meyer, Nicole Blaschka und Karin Grünhagen. ·
+
Sind ganz hingerissen von der Hilfsbereitschaft der Facebook-User (von links): Michele Omnitz, Yvonne Meyer, Nicole Blaschka und Karin Grünhagen. ·

Dörverden - Mit einer solchen Welle der Hilfsbereitschaft hatte Michele Omnitz nicht gerechnet, als er einen Artikel über den Brand in der Wohnung seiner Ex-Frau im Internet postete. Bei dem Feuer am 11. Juni in Dörverden waren die 20-Jährige und die beiden gemeinsamen Söhne verletzt und das gesamte Inventar der Wohnung vernichtet worden.

Über die Facebook-Gruppe „Du kommst aus Verden, wenn ...“ bat der Vater um Hilfe – und die war überwältigend.

Der Brand war im Kinderzimmer ausgebrochen und der Schaden in diesem Raum damit am größten. „Die ein und zwei Jahre alten Jungen hatten gar nichts mehr“, berichtet Omnitz. Keine Klamotten, kein Spielzeug, nichts mehr, so der Vater. „Meine Schwester Yvonne brachte mich auf die Idee, einen Hilferuf im Internet zu starten.“

Nicole Blaschka und Karin Grünhagen schlossen sich als Administratoren des Vereins „Du kommst aus Verden, wenn ...“ dem Hilfeaufruf an und nahmen die Spenden entgegen. „Die Sachen wurden uns gebracht oder wir holten sie bei den Spendern ab“, berichteten die Frauen.

Ein Großteil ging direkt an Michele Omnitz. „Es ist eine komplette Kindergrundausstattung zusammen gekommen“, berichteten sie bei einem Treffen. „Super Sachen haben wir bekommen. Alles Top-Qualität“, lobte auch Omnitz‘ Schwester, Yvonne Meyer.

Junge Mutter trifft

keine Schuld am Feuer

Diese Woche trafen sich die beiden Geschwister mit Blaschka und Grünhagen, um das Ergebnis der Spendenaktion zu den beiden kleinen Kindern und ihrer Mutter nach Stedorf zu bringen. Die Kindsmutter wollte nicht in die Öffentlichkeit treten.

Gegen sie sollen im Internet Vorwürfe erhoben worden sein, weil das Feuer offenbar im Kinderzimmer ausgebrochen war. Auf Nachfrage bestätigte Nicole Wrede, Sprecherin der Polizeiinspektion Verden, dass man als Brandursache von einem technischen Defekt ausgehe. Somit trifft die junge Mutter keine Schuld. Nach der Übergabe der Spenden sei sie total überwältigt gewesen und sehr dankbar für die Unterstützung, berichtet ihr Ex-Mann. Unter den Mitgliedern des Vereins war zudem etwas Geld gesammelt worden. Rund 60 Euro sind dabei zusammengekommen. Keine große Summe, aber genug, um mit den Kindern etwas zu unternehmen und die Sorgen, die noch immer bestehen, mal kurz zu vergessen.

Denn die 20-Jährige und ihre beiden Söhne brauchen eine neue Wohnung. Derzeit seien sie in einer anderen, kleineren Wohnung des Vermieters untergekommen, aber das sei nur eine Übergangslösung, so Omnitz. „Eine Drei-Zimmer-Wohnung wäre toll“, so der Ex-Mann. Vielleicht findet sich auch dafür kurzfristig eine Lösung. · wb

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Meistgelesene Artikel

Aller-Weser-Klinik setzt ab Montag auf 2 G-Plus-Regelung

Aller-Weser-Klinik setzt ab Montag auf 2 G-Plus-Regelung

Aller-Weser-Klinik setzt ab Montag auf 2 G-Plus-Regelung
Verdener Weihnachtsmarkt:<br/>Nikolaus‘ Sessel gestohlen

Verdener Weihnachtsmarkt:
Nikolaus‘ Sessel gestohlen

Verdener Weihnachtsmarkt:
Nikolaus‘ Sessel gestohlen
Verdener Weihnachtsmarkt öffnet trotz Kritik

Verdener Weihnachtsmarkt öffnet trotz Kritik

Verdener Weihnachtsmarkt öffnet trotz Kritik
Die großen Steuerzahler in Verden gewinnen in der Coronakrise

Die großen Steuerzahler in Verden gewinnen in der Coronakrise

Die großen Steuerzahler in Verden gewinnen in der Coronakrise

Kommentare