1. Startseite
  2. Lokales
  3. Landkreis Verden

Oderplatz erhält grüne Lunge

Erstellt:

Kommentare

Leute auf Weg in Wohngebiet.
Begleiten den Bau: Lutz Brockmann, Landschaftsarchitekt Andreas Ackermann, Elke von Hollen vom Begegnungszentrum, Silke Schwarz von der Stadt, Vitali Rempel von Rengstorf und Landschaftsarchitektin Ariane Kram (v l.) © Böse

Zweiter Bauabschnitt des Parks bis spätestens Ostern zugänglich / Blüten ganzjährig

Verden – Alles dreht sich um die Natur, das Spielen und das Fithalten im zweiten Bauabschnitt des Flüsseparks am Oderplatz. Bis Ende März sollen die Arbeiten beendet sein, und ab Frühsommer können die Bewohner das gesamte Gelände betreten. Kinder dürfen sich über ein Dreier-Stufen-Reck freuen.

„Viele Ideen der Anwohner werden umgesetzt“, verspricht Andreas Ackermann vom gleichnamigen Büro für Garten- und Landschaftsarchitektur. Insbesondere die Wünsche der Kinder, denen durch den Griff zu Papier und Malstiften Ausdruck verliehen worden war, wurden zum großen Teil in die Planungen integriert.

Auch der Seniorenbeirat hat das Projekt beeinflusst. So werden die Bänke, die im neuen Bauabschnitt stehen werden, Armlehnen in der Mitte haben. Zudem könnten auch Rollstuhlfahrer die Wege entlangfahren und das Reck sei barrierefrei erreichbar. Zwei neue Fußgängerüberwege sollen den Kindern einen sicheren Übergang zum Park ermöglichen.

Ein Sportgerät für Erwachsene, das sich Anwohner eigentlich erhofften, werde ersteinmal keine Berücksichtigung finden, „aber wir wollen einen Antrag bei der Aktion Mensch stellen, und dann könnte diese Idee ebenfalls umgesetzt werden“, hofft Elke von Hollen, Leiterin des Hauses am Oderplatz. Zunächst habe der Fokus auf den Sportgeräten für Kinder und Jugendliche gelegen.

Der Investor, dem das Gebäude auf dem ehemaligen Supermarktgelände gehört, habe einen geplanten Anbau verworfen. Diese Fläche kann jetzt für den zweiten Bauabschnitt des Flüsseparks genutzt werden. „So kann auch vom Zebrastreifen am Oderplatz aus bequem in den Park geguckt werden“, freut sich Bürgermeister Lutz Brockmann.

„Uns war wichtig, im neuen Park was Blühendes zu haben. Wir wollen mehr Blüten in der Stadt haben“, sagt das Stadtoberhaupt. Während der erste Bauabschnitt über zwei große Blühstreifen verfügt, sei für den zweiten ein weiterer mit einer Fläche von 130 Quadratmetern eingeplant. 50 Sträucher sollen darauf wachsen, darunter Rosen, Sommerflieder und mehr. Dazu kommen circa 530 Schmuckstauden und Gräser. Den Menschen sollen ganzjährig Blüten beschert werden. Auch für Insekten biete diese Maßnahme neuen Lebensraum.

Zudem werde neuer Rasen gepflanzt. „Der soll nach Möglichkeit bis Sommer nicht betreten werden, damit er gedeihen kann“, bittet Vitali Rempel von Rengstorf Garten- und Landschaftsbau. Das Unternehmen sei per öffentlicher Ausschreibung auf das Vorhaben aufmerksam geworden und habe schon am ersten Bauabschnitt mitgearbeitet. Dadurch gebe es eine Kontinuität, die den Verantwortlichen wichtig gewesen sei. Insgesamt entstehe eine Art „grüne Lunge“ für das Wohnviertel, so Brockmann.

Außerdem ökologisch günstig: vier von den 20 Bäumen, die vom Allerufer entfernt wurden mussten, bekommen auf der Fläche ihren neuen Platz. Mithilfe einer Spezialfirma konnten die großen Bäume eingepflanzt werden. Die übrigen Exemplare hätten ebenfalls einen neuen Standort in der Reiterstadt gefunden.

Bald können die Anwohner ihren neuen Park erkunden. „Im März sind wir hier voraussichtlich fertig, und bis spätestens Ostern sind die Wege und das Reck zugänglich“, sagt Ackermann. Die letzten Bänke würden im Mai montiert werden und um diese Zeit herum werde dann der gesamte Bereich betretbar sein.

Die Kosten für den Bau des zweiten Teils des Geländes betragen circa 150 000 Euro, dazu kommen 45 000 Euro Planungskosten. Der Name Flüssepark rührt übrigens daher, dass die Straßen im Wohngebiet nach deutschen Flüssen benannt sind.

Auch interessant

Kommentare