Aufführung des ersten Kriminalstücks auf der Freilichtbühne endete mit Dauerapplaus / Zusätzliche Vorstellung

„Die Falle“ fesselte das Publikum

Abgründig, spannend ging es auf der Bühne zu – wie das in einem guten Krimi eben sein sollte.

Daverden - (pma) · Was für ein grandioser Abschluss für dieses rundum gelungene Jubiläumsjahr! Die Freilichtbühne Daverden bot mit „Die Falle“ erstmals einen echten Krimi, der die Zuschauer bis zum Schluss im Dunkeln tappen ließ.

Nach einem Streit mit ihrem Mann verschwindet die Ehefrau. Dann taucht sie an der Seite eines Dorfpredigers wieder auf. Wenig später zeigt sich Gatte Daniel richtig geschockt: Diese Lisette ist gar nicht seine Frau. Nun kommt der Kommissar ins Spiel und mehr und mehr Abgründe tun sich auf...

Das Ensemble lieferte ohne Ausnahme eine vorzügliche Leistung ab. Hans-Jürgen Schulze, Volker Penczek, Heike Ertel, Julian Ertel, Ditmar Voutta und Imke Rode – alle spielten klasse.

Es war das Tüpfelchen auf dem „I“ und gleichzeitig der Beweis, dass die Schauspieler nicht nur auf Platt und Lustig können. „Es war eine Herausforderung“, bestätigte Regisseurin Elfriede Ellendt. „Die Schauspieler mussten sich komplett umstellen. Aber ist Ihnen das nicht ganz wunderbar gelungen?“, fragte sie nach der Premiere zufrieden.

Wie gelungen es das Publikum fand, konnte am Dauerapplaus gemessen werden, der nach der letzten Szene aufbrauste. Begeisterung und Anerkennung dieser besonderen Darbietung hielten sich die Waage.

Und Respekt und Bewunderung vor dem, was die Freilichtbühne Daverden nicht nur am Premierenabend, sondern über die gesamten letzten Monate geboten hatte. Vom Kinderstück über das plattdeutsche Erwachsenentheater zum Krimi vergingen gerade mal vier Monate, in denen die Bühnenbauer schier Unmögliches geschafft hatten: Drei völlig unterschiedliche, aufwendige Kulissen, die den Zuschauer vom ersten Moment an bis ins kleinste Detail in die passende Atmosphäre eintauchen ließen. Außerdem gab es Lesungen und Comedy diverser Künstlerinnen und Künstler, die Einblick in die Vielfalt an Möglichkeiten einer solch beeindruckenden Kulisse boten.

Und hinter alledem stand „die Familie“ Freilichtbühne Daverden, die mit Zusammenhalt, Einsatz und Leidenschaft ein einziges Ziel verfolgte: Ihrem Publikum unvergessliche, unterhaltsame Stunden zu bescheren und sie teilhaben zu lassen an diesem „Wir-Gefühl“, das die Freilichtbühne prägt, wie es sich manch andere Gruppen nur wünschen können.

Der Lohn des Künstlers ist der Applaus, sagt ein Sprichwort. So versteht es sich wohl, weshalb das Publikum mit dem Klatschen gar nicht wieder aufhören wollte.

Und weil eine Aufführung wegen des Schietwetters am Sonntag abgebrochen werden musste und eine weitere gleich im Gasthaus Klenke stattfand, gibt es eine weitere Vorstellung am Donnerstag, 2. September. Wetterfeste Zuschauer können dann ab 20 Uhr im Daverdener Holz noch mal mitfiebern, bei „Die Falle“.

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