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Die bunte Vielfalt an der Wand

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Eine Gruppe junger Menschen steht oder sitzt vor einer Mauer, die bemalt werden soll.
Ganze Arbeit leistete eine Klasse der Liekedeeler Schule unter Anleitung des Künstlers Kenmo. Eine in die Jahre gekommene Außenwand wurde aufgehübscht. © lebenshilfe

Die Likedeeler Schule in Kirchlinteln hat ein Graffiti-Projekt auf dem Schulhof gestartet. Bemalt wird eine in die Jahre gekommenen Wand. Unterstützt wurden sie vom Graffiti- Künstler Kenmo, alias Lenart Seehausen.

Kirchlinteln – Wie man die Welt gemeinsam ein wenig bunter machen kann und noch Spaß dabei hat, erleben die Schüler der Likedeeler Schule in einem gemeinsamen Projekt mit den Regelschülerinnen und -schülern. Unter der fachmännischen Anleitung des mehrfach preisgekrönten Graffiti-Künstlers Lenart Seehausen gestalteten die Schüler eine in die Jahre gekommene Außenwand der Schule neu.

Schule am Lindhoop hat die Wand vor dem Start aufarbeiten lassen

Der unter dem Künstlernamen Kenmo in der norddeutsche Kunst-Szene bekannte Fachmann konnte für dieses Projekt gewonnen werden und ist der ideale Kursleiter: „Vor der Pandemie habe ich zahlreiche Auftragsarbeiten, Workshops, Projekte mit Schulen, Jugendfreizeitheimen und Kulturzentren und individuelle Kunstwerke durchgeführt. Das hatte ich sehr vermisst.“ Gerade das gemeinsame Gestalten, das Vermitteln von Techniken und die Begeisterung der Teilnehmer darüber, dass am Ende des Kurses tatsächlich ein mehr als passables Ergebnis erzielt wird, habe ihm Freude gemacht und motiviere ihn.

Eine Wand ist schon fertig bemalt. Mit bunter Farbe hinterlegt steht das Wort Frieden drauf.
Künstler Kenmo und seine Assistenten neben der frisch bemalten Wand. © lebenshilfe

Und schon jetzt sieht man, dass er bei dem Ergebnis definitiv nicht übertrieben hat. Auf die Frage, ob es nicht mutig war, einen Sprayer für die Gestaltung der Außenwand zu engagieren, lacht die Organisatorin der Aktion, Nicole Wegener: „Nein, zum einen kennen wir seine Arbeiten von der Graffiti-Impro-Show namens Battlebox auf der Breminale, zum anderen haben wir schon 2019 am Standort Oyten mit ihm einen ähnlichen Workshop durchgeführt und sind heute noch begeistert von dem Ergebnis.“ Es habe auch keinerlei Probleme gegeben, die Schulleitung von dem Projekt zu überzeugen. „Im Gegenteil, sie hat für uns die Wand sogar vor dem Start aufarbeiten lassen.“

So wundere es auch nicht, dass sich die Schüler mit Begeisterung von dem Künstler anleiten lassen, der auf die jeweiligen Fähigkeiten seiner Schüler fantastisch eingehe, sodass am Ende alle auf das Ergebnis stolz sein könnten.

„Schön, wenn wir nur noch über diese Wand an die derzeitige Situation in der Ukraine erinnert werden“

Das ausgewählte Thema für die Gestaltung ist hochaktuell: „Frieden“ heißt die Botschaft, die nun in großen Lettern die Wand ziert. „Wir wollten zum einen ein aktuelles Zeichen setzen, zum anderen wird die Wand hoffentlich noch viele Jahre den Schulhof zieren und Frieden ist immer ein wichtiges Thema. Wäre schön, wenn wir in ein paar Jahren nur noch über diese Wand an die derzeitige Situation erinnert werden“, sagt Lenart Seehausen zur Motivwahl.

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