Kirchenkreis Verden übernimmt Schwestern-Station der St.-Nikolai-Gemeinde in Bremen-Mahndorf

Diakonie überschreitet Grenze

Die Pflegekräfte aus Mahndorf, Uphusen, Bollen arbeiten nun mit im Verbund der Diakoniestationen im Kirchenkreis Verden. Was auch Superintendent Rathing, den Kirchenvorstand und weitere Verantwortliche freut.

MAHNDORF / ACHIM (mm) · Die ambulante Alten- und Krankenpflege der Diakoniestationen im Kirchenkreis Verden findet jetzt auch über die nahe Landesgrenze hinweg statt. Denn die Schwestern-Station der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde St. Nikolai in Bremen-Mahndorf wurde dem Verbund angegliedert.

Bereits zum 1. Januar hat die Trägerschaft gewechselt. Gestern informierten die Verantwortlichen in einem Pressegespräch im Gemeindehaus von St. Nikolai über die Hintergründe und weitere Einzelheiten.

„Wir stellten im vergangenen Jahr fest, wir können es ehrenamtlich nicht mehr schaffen“, berichtete Sigrid Murr vom Kirchenvorstand. Für die 1996 gegründete Schwestern-Station, die mit 14 Kräften 40 Patienten im auch die Achimer Ortsteile Uphusen und Bollen umfassenden Gebiet der Kirchengemeinde versorgt, musste also eine andere Lösung gefunden werden.

Wegen der vorhandenen Verbindung mit Achim und ähnlicher Strukturen hier wie dort seien die Diakoniestationen im Kreis Verden der „Wunschpartner“ gewesen, ergänzte Vorsitzende Gisela Baudy. Eine Kooperation mit einer Bremer Einrichtung habe für den Kirchenvorstand kaum zur Diskussion gestanden.

„Nach umfangreichen Verhandlungen“ gehört die Einrichtung von St. Nikolai nun den Diakoniestationen im Kirchenkreis Verden gGmbH an und bildet die neue Einheit „Diakoniestation Achim-Mahndorf“. Bis auf den Bereich der Samtgemeinde Thedinghausen arbeitet die gemeinnützige Gesellschaft flächendeckend im Landkreis Verden.

Im Gottesdienst am vorigen Sonntag in der St.-Nikolai-Kirche wurde das Ereignis gefeiert. Beim anschließenden Empfang standen Superintendent Dieter Rathing, Elke Marsch, die die pflegerische Gesamtleitung für alle Stationen hat, und Geschäftsführer Andreas Harth Interessierten als Ansprechpartner zur Verfügung.

Letzterer ist auch Prokurist der in Hannover ansässigen proDiako gGmbH, unter deren Dach auch das Diakonie-Krankenhaus in Rotenburg und die Aller-Weser-Klinik mit den Standorten in Achim und Verden betrieben werden. Er freue sich über die „weitere Vernetzung“, sagte Harth gestern.

Und auch Superintendent Rathing zeigte sich sehr zufrieden. Diese Art „Kooperation der Hannoverschen mit der Bremischen Landeskirche“ mache Sinn und „reicht weit über wirtschaftliche Überlegungen hinaus“.

Er und die übrigen Entscheidungsträger hätten „deutlich das Vertrauen des Kirchenvorstandes von St. Nikolai gespürt“. Es passe einfach zwischen den beiden Partnern: „Ich habe den Eindruck, dass hier eine ähnliche Kultur herrscht wie im Kirchenkreis Verden“, erklärte Rathing gestern in Mahndorf. Dies- und jenseits der „Grenze“ messe die Kirche ihrem diakonischen Auftrag, nämlich Menschen in Not zu helfen, einen außerordentlich hohen Wert bei.

Vor Ort bleibt alles beim Alten. Auch die Diakoniestation Achim-Mahndorf wird – neben dem Haus an der Magdeburger Straße in Achim – auf dem Kirchengelände am Mahndorfer Deich 46 ihr Domizil haben. Und auch für die Pflegekräfte sowie die Patienten im Raum Uphusen, Bollen und Mahndorf, hieß es, ändere sich nichts.

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