Maßnahme auf rund drei Hektar kostet 748 000 Euro / Eindringen von Regenwasser verhindern / Kein Gefährdungspotenzial

Deponie wird komplett abgedeckt

Blick auf einen Teil der alten Deponie: Das Gelände wird in Kürze komplett abgedeckt. Erhebliche Bodenbewegungen sind nötig.

Thedinghausen - BEPPEN (sp) · Zur Beppener Deponie, dem jetzigen Abfallhof, werden in Kürze die Lastwagen rollen. Die Deponie soll nämlich komplett abgedeckt werden – vorwiegend mit Sand und Mutterboden. Dabei müssen enorme Bodenmengen bewegt werden.

Die Arbeiten (es gab rund ein Dutzend Bewerber aus dem In- und Ausland) sind inzwischen an die Verdener Firma Matthäi vergeben worden. Im Juli soll es losgehen, im Herbst soll das Vorhaben bereits abgeschlossen sein.

Gesetzliche Vorgaben machen diese Maßnahme erforderlich. Durch die Abdichtung soll verhindert werden, dass Regenwasser in die Deponie eindringt und Auslaugungen zu einer Beeinträchtigung des Grundwassers führen.

Die Maßnahme, finanziert vom Landkreis, kostet 748 000 Euro. Vorwiegend ist in der Deponie Bauschutt aller Art gelagert, darunter auch asbesthaltige Toschi-Platten. Dazu kommen Grünabfälle. Ein größeres Gefährdungspotenzial geht von diesen Einlagerungen nach Einschätzung von Richard Zorn (Fachdienst Wasser, Abfall und Naturschutz des Landkreises Verden) nicht aus. Dennoch müsse die Deponie den Vorschriften entsprechend gesichert werden. Die Einlagerungen wurden übrigens bereits 2005 eingestellt. In Beppen residiert derzeit lediglich ein Abfallhof, auf dem Abfälle aller angenommen, sortiert und weitergeleitet werden. Ferner wird dort noch die Kompostieranlage für Grünabfälle betrieben.

Die Deponie- Fläche umfasst rund drei Hektar (30000 Quadratmeter). Von diesem Areal wird der kleinere Teil, rund 8000 Quadratmeter, mit einer insgesamt 1,50 Meter starken Bodenschicht, die als sogenannte Wasser-Haushaltsschicht wirken soll, versehen. Die obere Rekultivierungsschicht aus Mutterboden (30 Zentimeter) sorgt dafür, dass das Gelände anschließend begrünt werden kann.

Der größere Teil der Deponie, rund 22 000 Quadratmeter, wird mit einer speziellen Kunststoff-Folie abgesichert. Diese hält das eindringende Wasser auf und leitet es zur Seite ab. Auf diese Kunststoff-Folie kommt noch einmal ein Meter Boden, der später ebenfalls begrünt werden soll (zum Teil erledigt die Natur dies auch von selbst).

Nicht zerstört werden die bewachsenen Randstreifen, die sich im Lauf der Jahre zu einem Rückzugsgebiet für allerlei Fauna und Flora entwickelt haben. Sie werden sich später in die neu geschaffene Wildfläche eingliedern.

Unbenommen von der Abdichtung werden weiterhin über Messbrunnen Kontrollen der Wasserqualität vorgenommen. Dabei ist aber nicht zu erwarten, dass hier bedenkliche oder sogar gefährdende Werte zu Tage treten – übrigens im Gegensatz zu vielen Altdeponien.

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