Armser proben für Komödie um drei kauzige Brüder und eine starke Frau

„De Deern is bannig plietsch“

Die Schauspieler freuen sich auf viele gut gelaunte Zuschauer, nicht nur zur Premiere am 2. Oktober. ·
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Die Schauspieler freuen sich auf viele gut gelaunte Zuschauer, nicht nur zur Premiere am 2. Oktober. ·

Armsen - Klaus, Tjark und Piet sitzen am Wasser. Die Brüder reden normalerweise nicht viel, denn schließlich wollen sie Fische fangen. Außerdem sind sie so eingespielt, dass es nicht vieler Worte bedarf.

Aber heute ist alles anders. Eine neue Haushälterin soll auf den Hof der drei maulfaulen, arbeitsscheuen Landwirte kommen. Und die Männer liegen mit ihren Befürchtungen schon ganz richtig: Wenn die resolute Antje Rotermund etwas in die Hand nimmt, dann ist hinterher nichts mehr so, wie es war.

„Schon bei den Proben lachen wir viel“, sagt Silke Heemsoth-Rohlfing. Sie führt Regie bei dem Dreiakter „De Deern is richtig“ von Anton Hamik. Die Theatergruppe des Armser Heimat- und Kulturvereins will mit dem plattdeutschen Stück am Mittwoch, 2. Oktober, im Dorfgemeinschaftshaus Premiere feiern. „Wir sind also schon in der heißen Phase, proben zweimal wöchentlich“, so Heemsoth-Rohlfing, die selbst auch mitspielt. „In unserer Truppe weiß zum Glück jeder, was er kann. So war schnell klar, wer welche Rolle übernimmt.“ Die Rollen der drei Brüder zum Beispiel sind gar nicht so leicht zu spielen. Denn Klaus (Claus Heemsoth), Tjark (Friedhelm Dehnbostel) und Piet (Rolf Früchtenicht) sprechen ziemlich wenig. Da kommt es vor allem auf gutes Timing an, damit die Gags zünden.

Die drömeligen Bauern, die lieber fischen gehen, als ihren Hof in Schuss zu halten, sind zunächst reichlich überfordert, als die neue Haushälterin (Melanie Meyer) den runtergekommenen landwirtschaftlichen Betrieb auf Vordermann zu bringen versucht. Dieses Vorhaben wird auch von der Verwandschaft skeptisch beäugt. Denn die Schwester der Bauern, Male (Silke Heemsoth-Rohlfing), und ihr Mann Jan (Volker Rohlfing), haben Angst um die Erbschaft. Schließlich wollen sie, dass ihre Tochter Sanna (Kathrin Bäkefeld) den Hof eines Tages übernimmt und einen wohlgeratenen Landwirt heiratet. Aber die Dinge laufen nun mal nicht immer so, wie Eltern sich das vorstellen, und Sannas Herz gehört sowieso längst dem Matrosen Hinrich (Nick Meyer).

Hinrich ist Sannas Eltern natürlich ein Dorn im Auge – während dagegen die neue Haushälterin den Matrosen ganz gut leiden kann. Das sorgt ebenso für Konflikte, wie Antjes konsequente Modernisierungsmaßnahmen. Ob die resolute Frau es trotzdem schafft, dass sich auf dem Hof am Ende alles zum Guten wendet? Die Chancen dafür stehen nicht schlecht, denn „de Deern is bannig plietsch und gebüldet“, müssen die Brüder schnell eingestehen. „De schnackt ok latiensch“, staunen sie.

Wer mehr wissen will, zum Beispiel, welche Rolle der kauzige Bürgermeister und der feine Herr Kommerzienrat bei den Verwicklungen im Dorf spielen, sollte sich schnellstens Karten sichern. Das ist möglich per telefonischer Vorbestellung bei Silke Heemsoth-Rohlfing, 04238/446, oder Astrid Boht, 04238/1335.

Die Theatergruppe freut sich auf viele Zuschauer bei allen Vorstellungen.: Premiere ist am Mittwoch, 2. Oktober, um 19.30 Uhr. Weitere Aufführungen sind am Sonntag, 6. Oktober, 15.30 Uhr, Freitag, 11., und Sonnabend, 12. Oktober, jeweils 19.30 Uhr, Sonntag, 13. Oktober, 15.30 Uhr, sowie am Freitag und Sonnabend, 18. und 19. Oktober, jeweils 19.30 Uhr.

Neben den genannten Darstellern trauen sich Bernd Hartendorf, Kerstin Müller und Sven Flindt auf die Bühnenbretter. Als Schminkdeern fungiert Regina Niemeyer. Das schöne Bühnenbild ist Karin Landig zu verdanken.· rei

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