Neulinge beim Theaterverein „Völk‘ser Platt“ stellen sich bei einem fulminanten Abend vor / Gasthaus trocken gelegt

„Das habe ich noch nie erlebt“

Mmh, ja. Was beim Schützenball so alles geschnackt wird, wenn Männer zusammen aufs Klo gehen. Verraten wurde das jetzt beim bunten Abend vom Völk’ser Platt. Sehr zur Freude des Publikums. Wirklich.

Völkersen - (hu) · Nicht nur David Hasselhoff war in diesem Jahr in Völkersen. Am Sonnabend war der Saal des Gasthauses „Zur Post“ voller Stars. Der Theaterverein „Völk‘ser Platt“ hatte zum bunten Abend geladen – und keiner wollte fehlen. Bevor es so richtig los ging, begrüßte der Vorsitzende Reinhard Körte rund 120 Gäste und ließ zunächst eine Gulaschsuppe servieren. Was beileibe nicht die einzige heiße Nummer an diesem Abend bleiben sollte.

Nach der Suppe ging es würzig und abwechslungsreich weiter. Gäste, die zu spät kamen, hörten schon draußen die liebliche Stimme von Marianne Rosenberg – und drinnen war Jutta Kastens mit dem Hit „Er gehört zu mir…“ zu erleben. Auch der zweite Playback-Beitrag war ein voller Erfolg, Sebastian Meyer begeisterte mit Helge Schneiders „Katzenklo“.

Narhallamarsch! Jörg Meyer enterte die Bütt und trug im kölscher Dialekt eine Karnevalsrede vor, bei der er den Karneval selbst auf die Schippe nahm. Nachdem Meyer wieder hinter der Bühne verschwunden war, kam Frank Zander auf die Bühne – oder war es doch der Völk’ser Thomas Grünhagen?

Kaum war das Double von Frank Zander abgetreten, erschienen zwei Frauen im Dirndl . Maria und Margot Hellwig? Heike Volk und Jutta Kastens waren mindestens genau so gut. Wie Jürgen von der Lippe, äh, Erhard Kettenburg, der ebenso begeisterte wie Maik Scharnhusen und Christoph Früchtenicht in einem kleinen Sketch, in dem zwei Jungbauern sich wortkarg gegenüber sitzen und den Inhalt einer Kornflasche bekämpfen.

Nach einer kurzen Pause kündigte Reinhard Körte einen Österreicher an: Peter Cornelius. Doch es kam sein Double Timo Poetokat und brachte das Publikum wieder richtig in Stimmung. Als anschließend der zweite Österreicher DJ Ötzi anrückte, gab es bei dessen Schlager „Ein Stern, der deinen Namen trägt“ kein Halten mehr. Die Mimik von Henning Schorling und seine Aufforderungen an das Publikum, mitzusingen, kamen hervorragend rüber.

Erst zehn Tage zuvor in der Bremer Stadthalle und dann von Reinhard Körte nach Völkersen gelockt: Peter Maffey. Oder doch wieder ein großartiger Erhard Kettenburg.

Narhallamarsch! Jörg Meyer strapazierte auch noch auf hessisch-mainzerisch der Bütt die Lachmuskeln seiner Gäste aufs äußerste.

Heinrich Früchtenicht zündete eine große Kerze an und beschwor Lale Andersen herauf. Es kann aber auch Inge Vogel gewesen sein. Mit seiner Mundharmonika fehlte auch Marius Müller-Westernhagen nicht – verkörpert von Andreas Noltemeyer.

Und dann kündigte Reinhard Körte eine besondere Mädchengruppe an: „Nur gucken, nicht anfassen.“ Steffi und Michaela Haase sowie Annika Meyer waren als „Tic Tac Toe“so richtig in Form. Sie gehörten dem Theaterverein zwar nicht an – aber das änderte sich im Laufe des Abends.

Nach diesem atemberaubenden Beitrag kamen drei Schützenbrüder ins Rampenlicht: Thomas Behrmann, Heinrich Früchtenicht und Reinhard Körte. Sie gingen dort hin, wo Männer während des Schützenballs oft hinmüssen: zum Urinal. Was da so alles gesprochen wird, riss nicht nur die Damen zu Lachstürmen hin.

Zum Schluss kamen dann alle Darsteller nochmals auf die Bühne. Als „Les Humphrie-Singers“ wussten sie zu begeistern. Abschließend dankte Reinhard Körte Ilse Meinken, die den Saal toll geschmückt hatte. Er dankte aber auch Hartmut Struhs, der die Bühne gestaltet hatte und mit Walter Meinken den Ausschank machte sowie Reiner Scharnhusen für die technische Unterstützung.

Der nächste Knaller beim „Völk’ser Platt“ ist am 8. Januar mit der Premiere des Lustspiels „Een kommodigen Avend“ zu erleben. Dafür gibt es einen Kartenvorverkauf in Völkersen (Gasthaus ,,Zur Post“) am Sonntag, 12. Dezember, in der Zeit von 10 bis 12 Uhr.

Es war ein mehr als kurzweiliger Abend, auf dem sich die im vergangenen Jahr eingetretenen neuen Mitglieder in einer Playback-Show vorstellen konnten. Kuriosum am Rande: Um zwölf Uhr gab es kein Bier mehr. Kommentar von Reinhard Körte: „Das habe ich noch nie erlebt, dass wir eine Kneipe leer gesoffen haben.“

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