Blender Fachwerkpläne: Landrat sauer

„Das grenzt schon an Starrsinn“

Hier wurde das Fachwerkhaus schon mit ins Baudenkmal Blender Mühle eingearbeitet. „Ganz eindeutig passt das Gebäude nicht dorthin“, betont Landrat Peter Bohlmann.

Blender - (la) Es grenze an Starrsinn, wie einige aus dem Ernte- und Mühlenverein Blender darauf bestünden, das abgebaute und eingelagerte alte Oister Fachwerkhaus ausgerechnet neben der aufwändig restaurierten Mühle wieder zu errichten und als Heimathaus zu nutzen, kritisiert Landrat Peter Bohlmann.

Eine Fotomontage, die die Gemeinde Blender selbst eingereicht habe, mache auch Laien einsichtig, dass das Oister Gebäude überhaupt nicht zum Baudenkmal Blender Mühle passe, findet der Landrat. Besonders verärgert zeigte er sich daher über eine Passage aus dem Artikel „Landesamt hat nichts mehr gegen Heimathaus“ vom 23. Juni:

Hinrich Claus, aktives Mitglied aus der Seniorenriege des Mühlenvereins, hatte angedeutet, dass bei der Bauvoranfragen-Ablehnung aus Verden in Sachen Fachwerkhaus nicht nur sachliche Gründe eine Rolle gespielt haben könnten. Schon bei der Mühlenrenovierung habe es nämlich heftige persönliche Kontroversen mit Vertretern der Kreisverwaltung gegeben.

Richtig sei, „dass die Sanierung der Mühle mit Konflikten und ungerechtfertigten Vorwürfen gegenüber Mitarbeitern der Kreisverwaltung begleitet wurde“, teilt Bohlmann dazu mit. Mit den derzeitigen Meinungsverschiedenheiten habe das aber nichts zu tun. Daher seien Befürchtungen, es könnten sachfremde Dinge die Ablehnung beeinflusst haben, völlig unbegründet.

Ein Museumsdorf mit bautypisch unterschiedlichen Objekten sei eben hier nicht gewollt. Es stimme auch nicht, dass sich die Haltung des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege zum Blender Vorhaben geändert habe. Nach wie vor gelte die Einschätzung des Landesamtes, dass der Aufbau eines Fachwerkhauses in unmittelbarer Nähe der Mühle die historische Mühlensituation beeinträchtige.

Auch Vorwürfe, in der Gemeinde Blender lebende Mitarbeiter der Kreisverwaltung würden sich nicht ausreichend für das Projekt engagieren, seien völlig deplatziert. In der Kreisverwaltung gehöre es vielmehr zur üblichen Praxis, dass Mitarbeiter sich an Verfahren in ihrem Wohnort nicht zu beteiligen haben.

Konkret hätten in diesem Fall Fachbereichsleiter Volker  Lück und der stellvertretende Fachdienstleiter Rolf Thies auf Grund möglicher Interessenkonflikte im Gemeinderat und gegenüber der Samtgemeinde erklärt, dass sie in dieser Sache nicht dienstlich tätig würden.

Folglich werde der Vorgang um die Blender Mühle von Denkmalschützer Gerhard Precht, der Allgemeinen Vertreterin des Landrates, Frau Tryta, und dem Landrat selber bearbeitet.

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