Städte- und Gemeindebund: Finger weg von illegalem Feuerwerk

Damit es friedlich bleibt

Feuerwerk ja, aber nur nach Vorschrift: Uwe Bischof, Geschäftsführer der E-Center Achim und Verden, hat das notwendige Angebot zum Jahreswechsel auf Lager. ·
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Feuerwerk ja, aber nur nach Vorschrift: Uwe Bischof, Geschäftsführer der E-Center Achim und Verden, hat das notwendige Angebot zum Jahreswechsel auf Lager. ·

Verden - Der Jahreswechsel ein Fest der Freude? Auf jeden Fall. Damit die Begrüßung von 2014 aber nicht in einem Fiasko endet, weist der Niedersächsische Städte- und Gemeindebund darauf hin, dass das Abbrennen von Feuerwerk in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie Reet- und Fachwerkhäusern grundsätzlich verboten ist.

Und es gibt noch weitere Einschränkungen: „Zudem ist in Niedersachsen die Verwendung von Himmelslaternen aus Brandschutzgründen generell verboten. Es ist daher absolut unverständlich, wenn über das Internet und in Supermärkten diese Himmelslaternen noch weiterhin verkauft und Menschen verleitet werden, diese brandgefährlichen Flugobjekte zu verwenden. Kommt es zu einem Brandunglück, so kann dies als zumindest fahrlässige Brandstiftung geahndet werden. Wer Himmelslaternen oder auch Feuerwerk ohne amtliches Zulassungszeichen der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) verwendet, haftet für entstandene Schäden“, erklärte der Sprecher des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes, Thorsten Bullerdiek.

Zudem bittet der Spitzenverband der kreisangehörigen Städte und Gemeinden um Beachtung folgender Hinweise: Feuerwerkskörper sollten das BAM-Zulassungszeichen haben. Nach dem Zünden ist vom Feuerwerk ein ausreichender Sicherheitsabstand einzuhalten. Raketen sollten mit dem Führungsstab in Flaschen gestellt und gegen Umfallen gesichert werden. Feuerwerkskörper niemals von Balkonen und aus Wohnhausfenstern zünden oder herunterwerfen. Nicht auf Menschen oder Tiere zielen. Blindgänger nicht erneut zünden. In Notfällen, bei Verletzungen und Bränden, sofort die Feuerwehr/den Rettungsdienst über die Rufnummer 112 verständigen. Möbel, Hausrat und andere brennbare Gegenstände von Balkonen und Terrassen entfernen. Und ganz wichtig: „Fenster und Türen geschlossen halten“, so Bullerdiek.

In der Silvesternacht fürchten viele Autofahrer um ihr draußen geparktes Fahrzeug. Werden die frei im Handel erhältlichen Feuerwerkskörper richtig benutzt, besteht, laut ADAC, jedoch keine Gefahr. „Treffen ausgebrannte Raketen oder Böller die Motorhaube oder das Dach, entstehen meist keine Schäden, dies gilt auch für Cabrios mit Stoffverdeck“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Gefährlich sei es dagegen, wenn Raketen aus kurzer Entfernung auf Autos abgefeuert werden und der Treibsatz in direktem Kontakt mit der Karosserie abbrennt. Entstehen Schäden durch Feuerwerkskörper, haftet der „Absender“ der Rakete. Bei bloßer Unachtsamkeit zahle die private Haftpflichtversicherung. Wer die nicht habe oder vorsätzlich handele, müsse privat für den entstandenen Schaden aufkommen. „Ist kein Verantwortlicher auffindbar, erstattet die Teilkaskoversicherung Brand- und Explosionsschäden sowie kaputte Scheiben; für Vandalismusschäden kommt nur eine Vollkaskoversicherung auf“, so der ADAC.

Der Landvolkverband bittet um ausreichend Abstand zu den Stallungen und Höfen zum Wohle der Tiere einzuhalten. „Für uns ist es wichtig, den Stress für die Tiere am Silvesterabend durch Silvesterknaller möglichst gering zu halten. Daher wünschen wir uns ein verantwortungsvolles Böllern für den schönsten Tag im Jahr“, so Jörn Ehlers und Gerd Eimer, Landvolkvorsitzende in Verden und Rotenburg.

Doch wo auch immer geböllert wird, ist der Spaß vorbei, so gilt: Wer knallt, sollte seinen Restmüll selbst ordentlich entsorgen und nicht auf der Straße liegen lassen.

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