Sieben Migrant/inn/en beenden mit Erfolg Kurs „Fit für den Beruf“

Chilenin rät: „Lernt Deutsch so schnell wie möglich“

Die Absolventen des Kurses „Fit für den Beruf“ gaben ihren Nachfolgern wertvolle Tipps mit. Pamela Ibarra (vordere Reihe, 4. v.l.) und Olexander Kovalenko (vordere Reihe, 2.v.r.) berichteten von Erfahrungen im Praktikum. ·
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Die Absolventen des Kurses „Fit für den Beruf“ gaben ihren Nachfolgern wertvolle Tipps mit. Pamela Ibarra (vordere Reihe, 4. v.l.) und Olexander Kovalenko (vordere Reihe, 2.v.r.) berichteten von Erfahrungen im Praktikum. ·

Achim - Migranten unterschiedlicher Herkunft gaben sich am Donnerstagmorgen im Haus der Kreisvolkshochschule (KVHS) in Achim die Klinke in die Hand. Fünf Frauen und zwei Männer verschiedener Nationen beendeten erfolgreich den Lehrgang „Fit für den Beruf“, indem sie ihre 18 Nachfolger anhand von Kurzreferaten mit wertvollen Tipps für den zukünftigen Lebensweg versorgten.

Die Kurs-Absolventen verbesserten während des siebenmonatigen Lehrgangs nicht nur ihre Deutschkenntnisse, sondern besuchten auch Computerschulungen, frischten mathematische Grundkenntnisse auf, übten Bewerbungsgespräche, besichtigten Betriebe und absolvierten vierwöchige Praktika.

„So kurz vor Weihnachten habe ich leider keine Stelle in einem Transportunternehmen bekommen. Jetzt herrscht dort Hochbetrieb. Daher hat keiner der Beschäftigten Zeit für einen Praktikanten“, berichtete die gelernte Speditionskauffrau Pamela Ibarra aus Chile.

Die 39-Jährige schaute daher Angestellten der Achimer Firma „Compro Computerprogramme“ über die Schultern. „Die Zeit dort war super. Die Mitarbeiter waren alle sehr hilfsbereit, und ich habe sehr viel neues Wissen erworben“, freut sich die Chilenin.

Sie kam 2003 der Liebe wegen nach Deutschland. Ihre Tochter geht nun zur Schule, und die Mutter möchte so schnell wie möglich wieder im erlernten Beruf arbeiten. „Ich rate allen Einwanderern, die deutsche Sprache so schnell wie möglich zu lernen, sich immer weiter zu entwickeln und sich so gut es geht zu integrieren“, appelliert Pamela Ibarra.

Die gleiche Einstellung vertritt der Ukrainer Olexander Kovalenko. Der 43-jährige Kraftfahrzeug-Mechaniker hospitierte in der Werkstatt des Bierdener Autohauses Behrens. „Das war sehr interessant“, zog er Bilanz. Andere jetzige Kursteilnehmer kommen aus Afghanistan, der Türkei, Brasilien, Finnland und Polen.

Obwohl er nach Beendigung des Praktikums keinen Arbeitsplatz angeboten bekam, suchte Olexander weiter nach einer für ihn geeigneten Beschäftigung. „Von den sieben Absolventen stehen einige schon in Lohn und Brot“, teilte Tomma Ahlers mit, Sie ist Programmbereichsleiterin für Deutsch und Integration bei der KVHS Verden.

Diese bietet „Fit für den Beruf“ seit 2009 sowohl in Verden als auch in Achim an. Der Kurs ist gedacht für Personen mit Migrationshintergrund, die Arbeit suchen oder in ihrem Beruf weiterkommen wollen.

Die Teilnahme an dem vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge organisierten Lehrgang ist kostenfrei, da das Projekt aus dem Europäischen Sozialfonds finanziert wird. · as

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