Über neun Millionen Euro in den Deichbau investiert

CDU: Priorität für Hochwasserschutz

Die CDU-Kreistagsfraktion informierte sich in Intschede über den aktuellen Stand des Deichschutzes sowie geplante weitere Maßnahmen.

Thedinghausen - INTSCHEDE/THEDINGHAUSEN/LANDKREIS · „Angesichts des Klimawandels ist der Hochwasserschutz für über 30 000 Menschen im Kreisgebiet von enormer Bedeutung. Deshalb sind weitere Finanzmittel erforderlich, um die Weser- und Allerdeiche zu ertüchtigen“, so das Fazit von MdL Wilhelm Hogrefe bei einem Besichtigungstermin der CDU-Kreistagsfraktion am neuen Deich im Intscheder Ortsteil Winkel.

In Hannover müsse immer wieder deutlich gemacht werden, dass durch den Zusammenfluss von Aller und Weser im Landkreis Verden die Wassermassen des gesamten südöstlichen Niedersachsens abgeleitet werden müssten – so heißt es in einer Pressemitteilung.

Darin weiter: In der Vergangenheit habe es zwischen Hoya und Bremen verheerende Hochwasser gegeben. Inzwischen seien hier viele neue Baugebiete im eigentlichen Niederungsgebiet ausgewiesen worden und zusätzlich noch weitere Viehställe. Deshalb gebe es keine Alternativen zu einem absoluten Hochwasserschutz im Mittelwesergebiet, so Hogrefe.

Bisher wurden vom Mittelweserverband über neun Millionen Euro in die Sanierung von gefährdeten Deichabschnitten und in den Bau von Deichverteidigungswegen investiert. „Eine ähnliche hohe Summe ist für die nächsten Jahre erforderlich, um die fünf Deichabschnitte mit der höchsten Ausbaupriorität zwischen Hoya und Bremen zu sanieren“, erklärte Verbandsgeschäftsführer Georg Kranefoed im Rahmen der Ortsbesichtigung. Priorität haben dabei die Deichabschnitte Ahausen–Horstedt– Thedinghausen sowie Ritzenbergen– Oiste. Für dieses Jahr sollen weitere 500 000 Euro in die Fortführung der Deichsanierung von Intschede-Winkel in Richtung Ritzenbergen investiert werden.

Anhand des im letzten Jahr neu erstellten Deiches in Intschede erläuterte Werner Kochta von der zuständigen Landesdienststelle die Anforderungen an einen zeitgemäßen Schutz vor Jahrhunderthochwässern: „Neue Deiche werden aus Kleiboden mit einer abgeflachten Böschung und einer drei Meter breiten Krone gebaut. Sie müssen 60 Zentimeter höher sein als das höchste anzunehmende Hochwasser und an der Außenseite wird ein Deichverteidigungsweg angelegt. Zusätzlich erhöht ein modernes Dränagesystem die Standsicherheit des mächtigen Deichkörpers.“

Kochta sprach auch kritisch den zum Teil fehlenden Hochwasserschutz für die Verdener Altstadt und Teile der Gemeinde Langwedel an. Während für Langwedel an einem Rahmenentwurf zum Hochwasserschutz gearbeitet werde, sei dies in Verden offenbar kein Thema.

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