Niemand ohne Abschluss

Cato-Gymnasium: Abi ’013 „mit der Fehlerquote Null“

Mit 882 von 900 möglichen Punkten und natürlich dem Notenschnitt 1,0 ist Vanessa Nickelsen aus Fischerhude (Zweite von links) beste Abiturientin der vergangenen etwa zehn Jahre am Cato-Gymnasium. Neben ihr: zwei weitere für außergewöhnliche Leistungen ausgezeichnete Schülerinnen. Die Ehrung übernahm Jahrgangsleiter Dr. Meyer. ·
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Mit 882 von 900 möglichen Punkten und natürlich dem Notenschnitt 1,0 ist Vanessa Nickelsen aus Fischerhude (Zweite von links) beste Abiturientin der vergangenen etwa zehn Jahre am Cato-Gymnasium. Neben ihr: zwei weitere für außergewöhnliche Leistungen ausgezeichnete Schülerinnen. Die Ehrung übernahm Jahrgangsleiter Dr. Meyer.

Achim - Von einem „Abitur 2013 mit der Fehlerquote Null“am Achimer Cato-Bontjes-van-Beek-Gymnasium sprach dessen Leiter Dr. Stefan Krolle gestern Nachmittag auf der Verabschiedungsfeier der Schüler in der Freibad-Sporthalle.

Er meinte damit, dass niemand diese Schule ohne Abschluss verlasse. 140 Mädchen und Jungen bestanden das Abitur. Vier erlangten die Fachhochschulreife. „Sogar 23 Wiederholer haben das Abitur nun in der Tasche“, freute sich Dr. Krolle.

Und als Paradebeispiel für die Durchlässigkeit der Schulformen führt er Antje Peper an, die von der Realschule kam und jetzt das Abi mit dem Notenschnitt 1,9 schaffte. Der allgemeine Schnitt von 2,63 an diesem Gymnasium liege schon gewohnheitsmäßig deutlich über dem Landeswert. „Eure Aussichten sind richtig gut“, ermunterte der Gymnasiumsdirektor die Absolventen im Saal auch zur Freude ihrer Eltern auf den Zuschauerbänken.

Heftig Kritik übte er ebenso wie der Schulelternratsvorsitzende Derichs an der um ein Schuljahr gekürzten Zeit zum Abitur. Fast den gleichen Lernstoff wie zuvor in nur acht Jahre zu pressen, nehme den Schülern einfach ein Stück Zeit für private Aktivitäten wie die Pflege von Freundschaften, so Derichs. Es bleibe auch kaum Raum für die Allgemeinbildung, betonte Krolle. Dass diese abnehme, werden dann von den gleichen Eliten beklagt, die das Turbo-Abitur wollten. Es gelte daher auch für später, „sich mehr Freizeit zu erkämpfen, damit wir überhaupt alles durchhalten“.

Jetzt sollten die Abiturienten aber ruhig „den Rausch des Blutes im Kopf“ nach bestandener Prüfung genießen, eine Zeitlang „ihre Füße in die Ozeane dieser Welt tauchen“, aber sich auf längere Sicht auch der Herausforderung stellen, etwas gegen stark sinkende Geburtenraten zu tun. Diese Empfehlung Krolles sorgte natürlich für leichte Heiterkeit in der Halle.

Der vom dortigen Moderatorenteam Paul Stahnke und Torben Witte als „Repräsentant dieser wunderschönen Stadt“ angekündigte Bürgermeister Uwe Kellner gratulierte zunächst und sprach von der mit dem Abitur erreichten „Pole-Position“ für den weiteren Lebensweg. Er appellierte, sich auch für die Gemeinschaft zu engagieren und rief den Jugendlichen zu: „Geht heraus, seid mutig, tapfer und großherzig!“

Am kürzesten hatte sich zu Beginn der stellvertretende Landrat Axel Rott gefasst: Von Absolventen dieses nach einer besonders mutigen jungen Frau be-nannten Gymnasiums sei zu erwarten, dass sie sich „einmischen“, kritisch urteilen und gegebenenfalls auch etwas „aufmischen“. Rott zitierte zudem den zum gestrigen Anlass passenden, eher unbekannteren Bibelvers: „Drum lasst uns fein lustig sein am Brunnen des Herrn“.

Der Abi-Jahrgang 2013 selbst hatte sich das Motto „Abi like a Sir“ erdacht. Ordentlich verlief dieses Mal folglich der so genannte „Chaostag“. Die allermeisten waren bei der Abschlussfeier elegant gekleidet, und höflich „wie ein Sir“ wurde Kurs-Lehrern bei der Zeugnisausgabe jeweils für die „schönen zwei Jahre mit Ihnen“ gedankt.

Der Zusammenhalt in diesem Jahrgang sei „der Burner“ gewesen, schwärmte Moderator Torben. Als unvergessliche Highlights wurden die Motivwochen, Abi-Fahrt und der große Winterball genannt.

Sketche und ähnliche Darbietungen fehlten bei der Abschlussfeier. Der Abichor garantierte zwischendurch jedoch gute musikalische Unterhaltung. · la

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