Emtinghausener Jugendtreff hat Tief überwunden / „Atmosphäre des Akzeptierens“ / Führung durch renovierte Räume

„El Castillo“: Erneuerte Anziehungskraft

An Brettspielen gibt es eine große Auswahl. Sie sind sehr beliebt im „El Castillo“, und so nebenbei kommt man beim Spielen gut miteinander ins Gespräch (linkes Bild). In der Mitte Sozialpädagogin Meike Schaub.

Emtinghausen - (la) · Endgültig neu auferstanden ist der Jugendtreff „El Castillo“ in Emtinghausen. Der Tiefpunkt vor Jahren, als schon vom Abriss des gesamten Gebäudes geredet wurde, ist längst überwunden, und regelmäßig sind um die 20 junge Leute dort.

Die meisten kommen aus dem Ort, aber einzelne auch aus Thedinghausen, Riede und sogar Okel. Am Mittwochnachmittag schaute eine etwas weniger jugendliche Gruppe vorbei und bewunderte die frisch renovierten Räume: Der auf Landkreisebene aktive Arbeitskreis Kinder und Jugend, begleitet von Holger Badenhop vom Fachdienst Jugend und Familie der Kreisverwaltung.

Eine „Atmosphäre des Akzeptierens“ kennzeichne den Treff, erläuterte Peter Wittig vom Vorstand des „Castillo“-Elternvereins den Gästen, nachdem er ihnen zunächst die Räume samt neuer Heizung und neuem Fußbodenbelag präsentiert hatte.

2005 hatte der Anlauf zum neuen, zweiten „El Castillo“ mit einem personell komplett erneuerten Verein begonnen. Der Kreis steuerte laut Badenhop 28 500 Euro für Renovierungs- und Betreuungskosten bei, und auch die Gemeinde Emtinghausen und die Samtgemeinde förderten das Projekt.

Mit einbezogen war bei der Instandsetzung der Verein „Sozialpädagogische Familien- und Lebenshilfe Achim“(SoFa), der mit Sozialpädagogin Meike Schaub zudem die eine hauptamtliche Betreuungskraft stellt. Möbelspenden waren willkommen, aber „nur Sachen, die okay sind – und keine durchgesessenen Sofas“, betonte Wittig.

Beschädigungen oder Vandalismus wie etwa im Verdener Pfadfinderheim gebe es im „Castillo“ nicht. Erst herrschte klarer Jungenüberschuss. Inzwischen herrsche ein Halbe-Halbe-Verhältnis. Neben etlichen weiteren Angeboten werden die vielfältigen Brettspiele gern genutzt. Dabei entwickeln sich Gespräche, und auch junge Leute, die sonst nicht so viele Freunde haben, fänden hier leicht Anschluss und neue Bekannte.

Zwei farbige Jugendliche seien ebenso problemlos mit im „Castillo“ aufgenommen worden wie Kinder von Schaustellern, als in der Nachbarschaft ein Zirkus gastierte. Auch Acht- oder Zehnjährige besuchen schon mal diesen offenen Jugendtreff.

Zwei ehrenamtliche Betreuungen und Gemeinde-Sozialarbeiter Ulf Roselius sind jeweils stundenweise hier aktiv.

Am kommenden Freitag, 3. September, steigt ab 17 Uhr ein kleines Grillfest zum Abschluss der Renovierung. Alle interessierten Jugendlichen sind dazu und zu weiteren Besuchen im neuen „El Castillo“ herzlich willkommen. Geöffnet ist zur Zeit montags und mittwochs von 16 bis 18.30 Uhr, sowie dienstags und freitags von 15.30 bis 18 Uhr.

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