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„KULTuren Treff“ in Verden: Buntes, Hippes und viel Spaß

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Von: Ronald Klee

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Sitzende und stehende Frauen an einem Tisch mit bunten Handarbeiten.
Der Basar im KULTurentreff war für die Frauengruppe ein voller Erfolg. © Stadt Verden

Die Frauen-Gruppe im „KULTuren Treff“ hat einen Basar veranstaltet. Verkauft wurden Gestricktes, Genähtes und Gehäkeltes. Den Erlös haben die Frauen als Spende an ein Unicef-Projekt für Kinder in Afghanistan übergeben.

Verden – „Das machen wir noch einmal.“ Der Erfolg beim Basar im Frühjahr hat den Frauen im „KULTuren Treff“ Mut gemacht. Das Interesse an ihren Handarbeiten war groß und der Erlös aus dem Verkauf machte es ihnen jetzt möglich, dass sie eine ordentliche Spende an ein Unicef-Projekt für Kinder in Afghanistan übergeben konnten.

Die Handarbeitsgruppe ist zu einer Gemeinschaft zusammengewachsen. Seit 2019 treffen sich die Frauen im „KULT“ am Holzmarkt, jeden Dienstag von 9.30 Uhr bis 12.30 Uhr. Einige leben schon lange in Verden und andere sind erst in den letzten Jahren in die Stadt gezogen. Auch ihr Alter ist sehr unterschiedlich und reicht von der Jugend bis ins Rentenalter.

„Der „KULTuren Treff“ ist ein guter und freiwilliger Ort für alle Menschen in Verden“, erklärt Petra Holste. Als Mitarbeiterin der Stadt Verden ist sie für den „KULTuren Treff“ zuständig. Sie freut sich, dass sich die Frauengruppe über die zwei Jahre Pandemie als sicherer und wichtiger Ort für Kontakt und Austausch gefestigt hat.

Im Laufe der Zeit hat sich so einiges unter den Frauen eingespielt. Dennoch bleibt es für die Gruppe und auch für Petra Holste wichtig, dass hier allen die Teilhabe möglich sein soll, die sich dafür interessieren. „Jeder und jede kann die eigenen Interessen hier anmerken und wir schauen gemeinsam, wie die Ideen umgesetzt werden können, sodass alle davon profitieren“, ergänzt Holste. Nooria Masjedi war damals diejenige, die die Idee für die Frauengruppe „Handarbeit & Austausch“ hatte, berichtet Holste. Besonders Freude mache es den Teilnehmerinnen, dass sie über ihr gemeinsames Interesse an den Handarbeiten ins Gespräch kommen können. Auch wenn sie dabei zum Teil Sprachbarrieren überwinden müssen. Es ist der humorvolle Dialog den die Frauen mögen und schätzen.

Mit der Zeit geht es nicht mehr so sehr um Fragen wie „Wie machen wir das?“ und Wie macht ihr das?“. Inzwischen begegnen sich die Frauen auf Augenhöhe. Es gehe um Anerkennung und die Fragen: „Wie machst Du es?“ und „Was machen wir zusammen?“ Nooria Masjedi freut sich über die Bereicherung und merkt an „Wir gehen sehr respektvoll miteinander um und wir sind von Fremden zu Freundinnen geworden“. Einsamkeit werde hier ausgeschlossen.

Mit dieser positiven Energie war es den Frauen ein großes Anliegen zu helfen und abzugeben. Also machten sie sich an die Arbeit und stellten eine Vielfalt von handgemachten Produkten her, die sie bei einem Basar anbieten wollten. „Den Basar hatten wir eigentlich für die Weihnachtszeit geplant, mussten ihn aber wegen der Pandemie verschieben“, erklärt Petra Holste. Es sollte April werden, bis die Frauen ihren Plan umsetzen konnten. Die Wartezeit hatte sich aber gelohnt. Die Besucherinnen des Basars waren begeistert. Die Bilanz war positiv und die Freude über die dabei erfahrene Anerkennung groß.

„Neue Frauen sind immer herzlich eingeladen. Es gibt schon interessierte Frauen, die nach dem Basar neu in den „KULTuren Treff“ gekommen sind“, berichtet Masjedi erfreut. Zudem hätten die selbstgenähten, -gestrickten und -gehäkelten Sachen, das Bunte für den Sommer und den Frühling, Leichtes und Kleines für Kinder und Babys, Wärmendes für kühle Tage und Kreatives zum Schmücken, viel positive Resonanz gefunden. Sehr begehrt seien auch gehäkelte Glückbringer oder Spielzeug für die Kinder gewesen.

Die Einnahmen sammelte die Gruppe als Spende für das Projekt „Unicef für jedes Kind. Afghanische Nothilfe“. 725 Euro konnten sie an Unicef schicken. Dabei hatten die Frauen die Situation in Afghanistan vor Augen: „Eine humanistische Katastrophe.“ In Afghanistan wohnen viele Familienangehörige und Freundinnen, während sie selbst inzwischen in Verden zuhause sind und an der Gruppe teilnehmen. Das Leid besonders der Kinder sei riesengroß, deswegen sei diese Spende ein großes Anliegen gewesen, berichtet Holste.

Die Türen zur Handarbeitsgruppe stehe allen interessierten Frauen offen und besonders denjenigen, die gerade angekommen und auf der Suche nach sicheren Orten sind. Der Treff bietet einen Ort für Begegnung und Austausch an und steht allen Menschen offen. Jeden Dienstag, Mittwoch und Donnerstag können von 14 bis 18 Uhr Kontakte geknüpft, gemeinsam gelernt und sich ausgetauscht werden. Auch Kinder können mitgebracht werden.

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