Einschränkungen ab nächster Woche / 20 Meter langes Stahlteil kommt im September

Brückenbauer wieder aktiv

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Ab nächster Woche wird wieder dafür gearbeitet, an der Borsteler Landstraße diesen Abgrund mit der Bahnstrecke Bremen-Hannover in der Tiefe zu schließen. ·

Achim - Nachdem die Deutsche Bahn der Stadt Achim in den 90er Jahren die baufällige Brücke an der Borsteler Landstraße „geschenkt“ hatte und diese 2012 abgerissen worden ist, wird es ab Anfang nächster Woche bis Anfang nächsten Jahres verschärft an den Brückenneubau gehen.

Am Montag bereits soll die Baustelle auf der Innenstadtseite eingerichtet werden, am Donnerstag wird dies auch auf der nördlichen Brückenseite beginnen. Dann werden Widerlager des Brückenbauwerkes funktionstüchtig gemacht, eine vom Land in letzter Minute noch geforderte Verankerung auf beiden Seiten vorgenommen und die neuen Anschlüsse für die neue Stahlbrücke geschaffen, die mit 6,20 Metern 50 Zentimeter höher als die alte Stahlbetonkonstruktion sein wird.

Für die Autofahrer bedeutet dies, dass wegen der aufwändigen Verankerung und sonstiger Baustelleneinrichtung die Straße An der Eisenbahn für den Durchgangsverkehr im Kreuzungsbereich zur Borsteler Landstraße voll gesperrt wird. Sie wird aus beiden Richtungen vom Fritz-Lieken-Eck oder der Feldstraße sozusagen zur Sackgasse.

Steffen Zorn, Achimer Fachbereichsleiter für städtische Grundstücke und Gebäude, kann nur allen, die in diesem Gebiet kein konkretes Ziel haben, empfehlen, diesen Bereich weiträumig zu umfahren und die Hauptverkehrsstraßen Embser Landstraße und Am Schmiedeberg in Richtung Achimer Innenstadt zu nutzen. Neue Routen und Abkürzungen über die kleinen Wohnstraßen sollte der Durchgangsverkehr vermeiden.

Für jene, die zu Wohnungen oder Geschäften in dem Quartier müssen oder aus ihnen kommen, gibt es natürlich Umleitungen: Die aus westlicher Richtung kommenden Nutzer der Straße An der Eisenbahn werden vor der Brückenbaustelle über die Dieckmannstraße, Clüverstraße, Friedrichstraße und Feldstraße umgeleitet. Die aus nördlicher Richtung kommenden Verkehrsteilnehmer werden über die Leipziger- und Hasseler Straße geführt.

Für Fußgänger und Radfahrer bleibt die Straße An der Eisenbahn bis auf weiteres begeh- und befahrbar.

Im Bereich der Georgstraße muss ab August ein absolutes Park- und Haltverbot ausgesprochen werden. Nach dem aktuellen Zeitplan wird diese Einschränkung ab August in Kauf genommen werden müssen.

Einen Höhepunkt werden die Brückenbauarbeiten dann am Wochenende 13. bis 15. September erreichen, wenn die 20 Meter lange Stahlbrücke von der Firma in Dessau in Achim angekommen sein wird und in den Nächten dieses Wochenendes eingesetzt werden wird. Den Auftrag für diese Brückenkonstruktion und ihren Einbau von 1,06 Millionen Euro hat die weltweit im Bau von Eisenbahnstrecken, Brücken und Tunneln erfahrene Achimer Firma Wiebe erhalten.

An diesem Wochenende, 13. bis 15. September, und an weiteren Wochenenden bis Anfang 2014 wird wegen der Brückenbauarbeiten immer wieder der Zugverkehr auf der Strecke Bremen-Hannover für Stunden gesperrt werden müssen.

In solchen Sperrungen, Fahrplanänderungen und nötigen Zugumleitungen ist auch der Grund zu finden, warum die Brücke nicht zügig ohne lange Unterbrechungen gebaut werden kann. Die Deutsche Bahn hat nämlich außer Achim noch viele andere solcher oder noch größerer Baustellen und muss sie, die Umleitungen und nötige Veränderungen im Fahrplan koordinieren. Alleine in Achim fahren jeden Tag rund 400 Personen- und Güterzüge durch.

Ursprünglich wollte die Bahn deshalb die Achimer Brücke erst 2016 vollenden. Steffen Zorn ist so heilfroh, dass Achim sich über die neue Brücke an der Borsteler Landstraße mit beidseitigem Geh- und Radweg schon Anfang 2014 freuen kann. Sie kostet komplett mit Planung, Abriss und Neubau 2,7 Millionen Euro, von denen die Bahn etwas mehr als eine Million, die Stadt eine Million und das Land rund 650  000 Euro zahlen. · mb

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