Gemeinde Oyten verbindet sechsspurigen A 1-Ausbau mit Verbreiterung der Tunnel Am Berg und Wächterstraße

Brücken werden breiter, Tunnel weiter

Die Nordseite der Autobahnbrücke über die komplett gesperrte Straße Am Berg wird zurzeit abgerissen.

Oyten - (pee) · Wenn schon, dann richtig. Wenn also aus kurzen Tunneln längere werden müssen, weil sich über ihnen die Autobahn verbreitert, dann sollen die Unterführungen auch weiter und lichter werden. Das beschloss die Gemeinde Oyten bereits vor Jahren, als die Pläne zum sechsspurigen Ausbau der Autobahn A 1 Gestalt annahmen. Jetzt sind die Brückenbauarbeiten in vollem Gange.

Die innerörtlichen Autobahnunterführungen in der Wächterstraße und der Straße Am Berg, die den Ortsteil Oyten-Süd mit dem Ortskern verbinden und regen Durchgangs- und Schülerverkehr verzeichnen, galten immer schon als sehr schmal. Begegnungsverkehr war nicht möglich; Fußgänger und Radfahrer konnte schon mal ein unbehagliches Enge-Gefühl beschleichen.

Die anstehende Verlängerung der Tunnel durch die Verbreiterung der darüber laufenden Autobahn beschwor vor dem geistigen Auge der Gemeindeväter erst recht das Bild von langen, dunklen, unsicheren Schläuchen, die den Bürgern nicht mehr zuzumuten seien.

Also wollte Oyten die einmalige Gelegenheit des Autobahnausbaus beim Schopfe packen und die anstehenden Brückenbauarbeiten gleich mit der Aufweitung der Unterführungen verbinden. Die damit verbundenen Kosten allerdings übernimmt nicht die Konzessionsgesellschaft „A 1 mobil“, die nur für die Brückenverbreiterung auf sechs Spuren verantwortlich zeichnet, sondern muss die Gemeinde selbst tragen. Entsprechende Gelder wurden beiseite gelegt; ein 60 %iger Zuschuss beim Land Niedersachsen nach dem seinerzeit noch geltenden Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) wurde beantragt – und bewilligt.

Jetzt wird die Vereinbarung wirksam. Wo die A 1 über den beiden Unterführungen schon erneuert wurde und zurzeit der Verkehr fließt, wurden auch die Tunnel darunter auf der Südseite schon aufgeweitet. Auf der Nordseite der Autobahn über der Straße Am Berg laufen nun seit Anfang der Woche die Abbrucharbeiten des alten Brückenbauwerks – weshalb der Tunnel Am Berg bis Mitte/Ende nächster Woche komplett gesperrt ist. Die Umleitungsstrecke führt zurzeit durch die Wächterstraße, deren Unterführung dann im Anschluss zwecks Brückenabriss gesperrt wird, voraussichtlich bis Ende der ersten Februarwoche. Im Juli, so der Planungsstand der A 1-Bau-ARGE, sollen beide sechsspurige Autobahnbrücken innerhalb Oytens komplett und fertig sein.

Die Unterführung Am Berg legt in der Breite um drei Meter von 7,50 auf 10,50 Meter zu; die Unterführung in der Wächterstraße verbreitert sich von 9 auf 11,50 Meter Durchfahrtsbreite. Das verspricht nicht nur den Verkehrsteilnehmern mehr Raum beim Passieren des Tunnels, sondern auch eine optische Verbesserung – zumal die Unterführungen durch Straßenabsenkungen auch an lichter Höhe gewinnen. Der Kostenanteil der Gemeinde Oyten an der rund 304 000 Euro teuren Tunnelaufweitung Am Berg beträgt nach Worten des Oytener Bauamtschefs Thomas Rath 122 000 Euro; bei der rund 377 000 Euro kostenden Tunnelverbreiterung in der Wächterstraße zahlt die Gemeinde 151 000 Euro dazu.

Beschluss des Gemeinderates war ebenfalls, nach dem Ausbau der A 1 samt ihrer Brücken die Wächterstraße neu auszubauen. Das greife aber nicht nach Fertigstellung der Tunnel, so Rath, sondern erst, wenn die Baumaßnahme A 1 komplett abgeschlossen ist. Bis dahin erwartet die Gemeinde Oyten nämlich noch allerhand Umleitungs- und Ausweichverkehr auf ihren Straßen.

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